Auckland (dpa) - Nach der FIFA-Sperre für Vizepräsident Reynald Temarii will Ozeaniens Kontinental-Verband ein Ersatzmitglied für die Exekutive des Fußball-Weltverbandes (FIFA) benennen. Das FIFA-Gremium vergibt am kommenden Freitag die WM-Endrunden 2018 und 2022.

Der Tahitianer Temarii und Amos Adamu aus Nigeria sind wegen Korruptionsvorwürfen gesperrt. Damit sind nur 22 Exekutivmitglieder stimmberechtigt.

Die Führung des ozeanischen Verbandes wandte sich am Samstag jedoch nach einer Sitzung an die FIFA mit der Bitte um Klarstellung, ob anstelle ihres bisherigen Präsidenten Temarii der amtierende Verbandschef David Chung in Zürich abstimmen darf. Die FIFA hatte allerdings erklärt, wegen Temariis Einspruch gegen seine Sperre durch die Ethikkommission könne er nicht ersetzt werden.

Eine fehlende Stimme aus Ozeanien würde die Chancen der australischen Bewerbung für 2022 schmälern. Weitere Kandidaten sind die USA, Japan, Katar und Südkorea. Für 2018 kandidieren England, Russland sowie die gemeinsamen Bewerber Spanien/Portugal und Belgien/Niederlande.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer