Wolfgang Niersbach
Wolfgang Niersbach zweifelt die FIFA-Wahl pro Katar nicht an. Foto: Marcus Brandt

Wolfgang Niersbach zweifelt die FIFA-Wahl pro Katar nicht an. Foto: Marcus Brandt

dpa

Wolfgang Niersbach zweifelt die FIFA-Wahl pro Katar nicht an. Foto: Marcus Brandt

Berlin (dpa) - Die Prüfung der FIFA-Wahl von Katar als WM-Gastgeber 2022 wird nach Ansicht von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wohl keine Unregelmäßigkeiten zutage fördern.

Der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sagte in der TV-Sendung «Sky90» zur Untersuchung des Weltverbandes, ob irgendetwas unsauber gelaufen sei: «Wenn ich richtig informiert bin, wird man zu dem Ergebnis kommen: nein. Dann steht diese Entscheidung.» FIFA-Chefermittler Michael Garcia will erste Ergebnisse über die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 frühestens im April mitteilen. In vier Jahren ist Russland WM-Gastgeber.

Auf die Frage nach einem möglichen Boykott der WM in Katar wollte Niersbach nicht antworten, da das Turnier noch sehr weit weg sei.
Allerdings stellte er die Austragung des Confederations Cups als üblicher WM-Generalprobe infrage: «Den braucht man im Jahr davor wirklich nicht dort zu spielen», sagte Niersbach. Das Frühjahr 2022 scheidet als WM-Alternativtermin für den extrem heißen Sommer aus seiner Sicht wegen der Olympischen Winterspiele im Februar aus.

Niersbach zeigte sich erneut beunruhigt über die Berichte, wonach auf den WM-Baustellen viele Arbeiter aufgrund der Bedingungen ums Leben gekommen seien. Katar müsse tätig werden, wenn die WM auch für das Image des Landes ein Erfolg werde solle. Er räumte ein: «Ich muss zugeben, dass ich das Thema der offensichtlich unwürdigen Arbeitsbedingungen bis zum letzten Herbst auch nicht kannte.»

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