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Der deutsche Lasse Sobiech (r) köpft den Ball auf das griechische Tor.

Der deutsche Lasse Sobiech (r) köpft den Ball auf das griechische Tor.

dpa

Der deutsche Lasse Sobiech (r) köpft den Ball auf das griechische Tor.

Athen (dpa) - Die Qualifikation zur EM-Endrunde dürfte für die deutschen U 21-Junioren ein langer und steiniger Weg werden. Beim ersten Auftritt im neuen Jahr offenbarte der Fußball-Nachwuchs noch große Schwächen in vielen Bereichen und musste sich in Griechenland mit einem torlosen Remis begnügen.

«Es war ein zähes Spiel, vor allem in der ersten Halbzeit. Aber wir haben die Null gehalten und sind weiter unbesiegt», befand DFB-Coach Rainer Adrion nach dem Testspiel-Auftakt in Athen gegen die griechische Auswahl, die auch in der EM-Qualifikation Gegner des deutschen Teams ist.

«Da hat man schon gesehen, was los ist in der Qualifikation. Da war viel mehr Härte im Spiel als sonst üblich», meinte Adrion, der zwar auf einige Stammkräfte verzichten musste, aber dennoch eine schlagkräftige Truppe zusammen hatte. «Es war heute nicht einfach für unsere neuformierte Mannschaft. Griechenland war kämpferisch stark und technisch gut, da mussten wir uns behaupten», sagte Lewis Holtby. Der Kapitän der deutschen Auswahl war noch einer der Besseren, blieb aber insgesamt weit unter seinen Möglichkeiten.

Vor allem die Offensive ließ zu wünschen übrig. In den gesamten 90 Minuten hatte die deutsche Mannschaft nicht eine echte Torchance und blieb erstmals seit acht Spielen ohne Treffer. «Die Griechen haben vehement verteidigt», befand Adrion. «Uns haben die Kreativität und die Stärke im Abschluss gefehlt», fügte der Trainer hinzu. In Andre Schürrle fehlte ein Aktivposten im Angriff. Die Stürmer Richard Sukuta-Pasu und Cenk Tosun konnten sich gegen die kompromisslos verteidigenden Gastgeber überhaupt nicht durchsetzen.

Somit weiß Adrion, was auf ihn und sein Team in den im August beginnenden Qualifikationsspielen zukommt. «Wir haben wichtige Erkenntnisse gewonnen, die uns in Hinblick auf die EM-Qualifikation helfen werden», sagte der DFB-Coach. Auch Mittelfeldspieler Sebastian Rudy glaubt, dass man aus dieser Partie die richtigen Schlüsse ziehen wird. «Jetzt wissen wir, was die Griechen drauf haben. Darauf können wir uns einstellen», meinte der Hoffenheimer Profi.

Vor dem Pflichtspielstart mit zwei Heimpartien gegen Zypern (10. August) und San Marino (1. September) stehen für die deutsche Auswahl noch drei hochkarätige Tests in den Niederlanden (25. März), gegen Italien (29. März) und in Portugal (31. Mai) an. Da muss sich die DFB-Elf den letzten Schliff für die Qualifikationsspiele holen. «Wir haben noch viel Arbeit vor uns», meinte Kapitän Holtby.

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