Anerkennung
Lukas Podolski (l) und Thomas Hitzlsperger im September 2006 beim EM-Qualifikationsspiel gegen San Marino. Foto: Matthias Schrader

Lukas Podolski (l) und Thomas Hitzlsperger im September 2006 beim EM-Qualifikationsspiel gegen San Marino. Foto: Matthias Schrader

dpa

Lukas Podolski (l) und Thomas Hitzlsperger im September 2006 beim EM-Qualifikationsspiel gegen San Marino. Foto: Matthias Schrader

Berlin (dpa) - «Großer Schritt», «Höchster Respekt» oder einfach nur «Danke» - der frühere Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat mit seinem Coming-out ein großes Echo ausgelöst. Er bekam für seinen Schritt in Sport, Gesellschaft und Politik viel Lob.

«Thomas Hitzlsperger war zu seiner Zeit als Nationalspieler immer ein Vorbild, vor dem ich den höchsten Respekt hatte - und dieser Respekt ist jetzt noch weiter gewachsen. Er hat sich entschieden, den Schritt in die Öffentlichkeit zu gehen, und ich stehe zu unserem Wort, dass er von uns jede erdenkliche Unterstützung bekommt.» (DFB-Präsident Wolfgang Niersbach)

«Wir leben in einem Land, in dem niemand Angst haben sollte, seine Sexualität zu bekennen nur aus Angst vor Intoleranz.» In den vergangenen Jahren habe Deutschland hier schon enorme Fortschritte gemacht. «Wir leben im Großen und Ganzen im Respekt voreinander unabhängig davon, ob der Mitmensch Männer liebt oder Frauen liebt.» (Regierungssprecher Steffen Seibert)

«Als Thomas noch aktiver Nationalspieler war, hatten wir von seiner Homosexualität keine Kenntnis. Er hat sich erst nach seinem Karriereende an uns gewandt und uns darüber informiert. Dass er sich nun auch öffentlich bekennt, verdient Anerkennung und Respekt.» (Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff)

«Das ist ein gutes Signal. Jeder weiß, dass es auch im Spitzensport Schwule und Lesben gibt. Von daher verdient Thomas Hitzlspergers Coming Out unseren großen Respekt. Es ist für ihn sicher keine leichte Entscheidung gewesen.» (Der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Michael Vesper)

«Die Entscheidung von Thomas Hitzlsperger, sich als erster prominenter Fußballer öffentlich zu seiner Homosexualität zu bekennen, ist auch nach seiner aktiven Karriere ein großer und mutiger Schritt und im Kampf gegen Homophobie sicherlich wegweisend.» (Liga-Chef Reinhard Rauball)

«Endlich hat ein Fußballer den Mut, seine Homosexualität öffentlich zu machen - zumindest in engem Zeitabstand zu seiner Karriere.» Dies habe «hoffentlich eine positive Wirkung auf die Gesellschaft und den Profifußball der Männer» (Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger)

«Dieser Mut verdient größten Respekt. Der Schritt in die breite Öffentlichkeit liest sich viel leichter, als er tatsächlich ist.» (Der frühere Bundesaußenminister Guido Westerwelle)

«Es ist ein bemerkenswerter Vorgang und ein gutes Zeichen, dass sich ein Ex-Profifußballer zu diesem Schritt entschlossen hat. Leider sieht die Realität für Aktive anders aus. Es herrscht mitunter eine Atmosphäre, in der ein Outing nicht angesagt ist. Dies muss sich ändern.» (Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit)