Erleichtert
U-21-Nationaltrainer Rainer Adrion hat die Playoff-Spiele um das Ticket zur EM-Endrunde erreicht. Foto: Jan Woitas

U-21-Nationaltrainer Rainer Adrion hat die Playoff-Spiele um das Ticket zur EM-Endrunde erreicht. Foto: Jan Woitas

dpa

U-21-Nationaltrainer Rainer Adrion hat die Playoff-Spiele um das Ticket zur EM-Endrunde erreicht. Foto: Jan Woitas

Halle/Saale (dpa) - Im Oktober geht's für die deutschen U 21-Fußballer um die Wurst. Die Adrion-Truppe hat mit einem Siegeszug die Playoffs zur EM-Endrunde erreicht. Den 1:0-Sieg gegen Griechenland sicherte Funk. Im Tor feierte der Gladbacher ter Stegen sein Debüt.

Endlich geschafft! Nach dreijähriger Amtszeit hat DFB-Trainer Rainer Adrion das erste Etappenziel erreicht. «Das ist vor allem sehr positiv für die Mannschaft. Das hat sie sich durch eine engagierte Leistung und gutes Teamwork verdient», befand der U 21-Coach nach dem 1:0 (1:0)-Erfolg gegen Griechenland und der vorzeitigen Qualifikation für die beiden Playoff-Spiele im Oktober um das Ticket zur EM-Endrunde 2013 in Israel. Mit dem achten Sieg im achten Spiel ist der deutschen Mannschaft der Sieg in der Gruppe 1 zwei Runden vor Schluss nicht mehr zu nehmen.

«Insgesamt hat das Team beeindruckt», meinte Adrion, unter dessen Regie die letzte U 21-Auswahl nicht mal die Playoffs zur Endrunde erreicht hatte. Seine Bilanz mit der neuen Mannschaft ist bestens: In 16 Spielen gab es zwölf Siege und nur eine Testspiel-Niederlage (2:4 in Portugal). Auffälligste Spieler waren in dieser Zeit unter anderem die besten Torjäger Kapitän Lewis Holtby (Schalke/9 Tore) und Peniel Mlapa (Hoffenheim/8).

Allerdings wird sich die Mannschaft mit einem wohl wesentlich stärkeren Gegner als in der Gruppenphase auseinandersetzen müssen. Schon die U 21-Europameister von 2009 hatten sich gegen Frankreich erst in letzter Sekunde durchgesetzt, zwei Jahre zuvor scheiterte die DFB-Elf an England in den Playoff-Spielen. «Wir wollen jetzt erstmal die restlichen beiden Spiele im September gegen Weißrussland und Bosnien erfolgreich bestreiten», sagte Adrion. Zuvor steht noch ein Testspiel gegen Argentinien im August an.

Der umjubelte Mann des Abends vor 6193 Zuschauern im neuen Erdgas-Sportpark in Halle an der Saale war Patrick Funk vom FC St. Pauli. Sein Weitschuss aus halblinker Position in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit flutschte Griechenlands ansonsten gutem Torhüter Stefanos Kapino durch die Beine. «Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal getroffen habe», meinte der Mittelfeldspieler nach einem seiner seltenen Torschüsse. «Ich dachte halt, ich versuch's mal», erklärte der Torschütze. «Ich freu mich natürlich, dass wir uns damit qualifiziert haben». Sein letztes und einziges Bundesligator liegt übrigens gar nicht so lange zurück. Fast genau vor einem Jahr traf Funk für den VfB Stuttgart beim 1:4 gegen den 1. FC Nürnberg.

Im Tor hat erwartungsgemäß Marc-André ter Stegen von Borussia Mönchengladbach sein Debüt gefeiert und den Vorzug vor Bernd Leno erhalten. Der Shooting-Star absolvierte sein Programm souverän und feierte ein weiteres Zu-Null-Spiel. Im Kreise seiner Konkurrenten dürfte ter Stegen die Nase vorn haben, wenn nicht sogar die A-Mannschaft lockt. «Das sind ja Spekulationen von Journalisten. Ich hoffe einfach, dass es so weitergeht», meine der Gladbacher.

Adrion will sich noch auf keine Nummer 1 festlegen. «Da kann noch so viel passieren», meinte der Coach. Beim nächsten Lehrgang im Mai werden auch die anderen beiden Keeper Kevin Trapp und Oliver Baumann dazukommen. «Und dann werden wir die nächste Entscheidung treffen.»

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