Zwiespalt
Michael Ballack (r) und Bundestrainer Joachim Löw trennten sich im Zwist. Foto: Uwe Anspach

Michael Ballack (r) und Bundestrainer Joachim Löw trennten sich im Zwist. Foto: Uwe Anspach

dpa

Michael Ballack (r) und Bundestrainer Joachim Löw trennten sich im Zwist. Foto: Uwe Anspach

Berlin (dpa) - Bundestrainer Joachim Löw hat sich zum Karriereende von Michael Ballack versöhnlich gezeigt. «Mit Michael Ballack beendet ein großer Fußballer, der auf der ganzen Welt bekannt ist, seine Karriere», erklärte Löw.

Das Statement von Löw erfolgte nur wenige Minuten, nachdem der langjährige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft seinen Rücktritt vom Profi-Fußball erklärt hatte. «Ich habe Michael stets als Stütze und sehr guten Spieler mit überragenden Qualitäten schätzen gelernt.»

Das Verhältnis der beiden gilt als zerrüttet, seit Löw den Superstar nach überstandener Verletzung nicht mehr nominiert hat. Sogar ein vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) angebotenes Abschiedsspiel hatte der ehemalige Spielmacher ausgeschlagen. «Auf dem Platz strahlte er immer eine große Dominanz aus, für den Erfolg hat er alles getan», sagte Löw jetzt und fügte an: «Für die Zukunft wünscht ihm die gesamte Nationalmannschaft inklusive der Betreuer alles Gute.»

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach würdigte Ballack als einen außergewöhnlichen Spieler, der für den DFB und den Stellenwert des gesamten deutschen Fußballs enorm viel geleistet habe. «Es wäre schön, wenn Michael mit seiner großen Erfahrung dem Fußball erhalten bleibt, in welcher Funktion auch immer», sagte der DFB-Boss. Auch Manager Oliver Bierhoff lobte den 36-Jährigen: «Michael Ballack gehört zu den verdienten National- und absoluten Ausnahmespielern, der viele Jahre ein prägendes Gesicht war. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren, sind wir uns stets mit gegenseitiger Wertschätzung begegnet, wie es sich unter Sportlern gehört.»

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