Bundestrainer
Joachim Löw trifft kurz vor der WM mit seinem Team auf Saudi-Arabien und Österreich. Foto: Frank Rumpenhorst

Joachim Löw trifft kurz vor der WM mit seinem Team auf Saudi-Arabien und Österreich. Foto: Frank Rumpenhorst

dpa

Joachim Löw trifft kurz vor der WM mit seinem Team auf Saudi-Arabien und Österreich. Foto: Frank Rumpenhorst

Frankfurt/Main (dpa) - Trotz der immer größeren wissenschaftlichen Möglichkeiten bei der Spiel- und Spieleranalyse setzt Joachim Löw weiter auf sein Intuition.

«Ich kenne auch Trainer, die stellen nach Laufleistung auf. Ich bin natürlich froh, dass ich auch mal viele Daten bekomme. Manchmal gleiche ich die ab, schaue drüber - und fälle meine Entscheidung aus dem Bauch heraus», sagte der Bundestrainer am Rande des ersten internationalen Spielanalyse-Kongresses der Akademie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt.

Löw betonte aber auch: «Die Generation von heute spricht sehr stark auf diese visuellen Reize an.» Es gebe Spieler, die sich nach dem Training gewisse Szenen noch einmal am Bildschirm anschauen wollen, um Handlungslösungen zu erfahren. Daten und Analysen erhalte er auch schon in der Halbzeit von Länderspielen, gleichzeitig sage er seinen Mitarbeitern aber auch: «Überflutet mich nicht damit!»

Das Trainerteam des Fußball-Weltmeisters habe schon länger einen Blick über den Tellerrand hinaus. «Wir haben immer wieder mal in andere Sportarten hineingeschaut und können auch im Fußball schon einiges lernen zum Beispiel vom Basketball, Rugby oder American Football.»

Den Kongress mit über 200 Teilnehmern sieht Nationalmannschafts-Manager und DFB-Direktor Oliver Bierhoff als Startschuss der Akademie. «Wir haben immer mehr Möglichkeiten, unseren Sport zu beleuchten. Am Ende ist es aber dem Trainer überlassen, wie stark er die Informationen nutzt», sagte Bierhoff.

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