Gegen die starken Schweden erwartet der Bundestrainer am Dienstag in Berlin ein Geduldspiel.

DFB-Auswahl
Einstige Stammkräfte und aufstrebende Talente füllen zumeist die Plätze auf der Auswechselbank (v.l.): Per Mertesacker, Lukas Podolski, Jerome Boateng, Ron-Robert Zieler, Benedikt Höwedes, Lars Bender, Ilkay Gündogan, André Schürrle, Mario Götze, Marc-André ter Stegen und Julian Draxler.

Einstige Stammkräfte und aufstrebende Talente füllen zumeist die Plätze auf der Auswechselbank (v.l.): Per Mertesacker, Lukas Podolski, Jerome Boateng, Ron-Robert Zieler, Benedikt Höwedes, Lars Bender, Ilkay Gündogan, André Schürrle, Mario Götze, Marc-André ter Stegen und Julian Draxler.

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Einstige Stammkräfte und aufstrebende Talente füllen zumeist die Plätze auf der Auswechselbank (v.l.): Per Mertesacker, Lukas Podolski, Jerome Boateng, Ron-Robert Zieler, Benedikt Höwedes, Lars Bender, Ilkay Gündogan, André Schürrle, Mario Götze, Marc-André ter Stegen und Julian Draxler.

Berlin. Mit frischem Selbstbewusstsein geht die deutsche Fußball-Nationalelf ihre letzte Pflichtaufgabe des Jahres an. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw strebt gegen Schweden den 14. Sieg in einem WM- oder EM-Qualifikationsspiel in Folge an. „Die Motivation ist ungebrochen“, sagte der 52-Jährige vor der Begegnung am Dienstag in Berlin (20.45 Uhr/ARD).

Zuletzt hatte die DFB-Elf im Oktober 2009 auf dem Weg zur WM nach Südafrika gegen Finnland keinen Erfolg eingefahren (1:1), die letzte Niederlage liegt sogar schon fünf Jahre zurück: Damals unterlag Deutschland in der Qualifikation für die EM 2008 gegen Tschechien 0:3. Das Gesetz der Serie aber ist für Joachim Löw kein Garant für einen Erfolg, und auch vom 6:1-Erfolg gegen überforderte Iren lässt er sich nicht blenden: „Die Mannschaft war eindeutig besser organisiert als in den Spielen im September und August, sie hat sich als Einheit präsentiert, das war die Basis“, so der Bundestrainer. „Aber gegen Schweden erwartet uns ein ganz anderes Kräftemessen.“

Fällt Sami Khedira aus, rückt Toni Kroos im Mittelfeld nach

Das Team aus Skandinavien gilt in der Gruppe C als schärfster Rivale der Deutschen, ihre beiden Spiele bislang haben die Schweden gewonnen. Beim letzten Aufeinandertreffen der Teams gab es im November 2010 ein 0:0, das letzte Pflichtspiel endete 2:0 für Deutschland – es war der Achtelfinal-Sieg im Sommermärchen 2006. Beim Tabellenführer wird Kapitän Philipp Lahm zurückkehren, für ihn muss Jerome Boateng weichen. Im Mittelfeld steht ein Fragezeichen hinter Sami Khedira. Der 25-Jährige von Real Madrid ist angeschlagen, eine Entscheidung über seinen Einsatz wird womöglich erst am Spieltag fallen.

Löw: Wir müssen uns lösen von der Stammspieler-Diskussion

Für Khedira stünde der Toni Kroos parat. Das Beispiel zeigt das Luxusproblem auf, das Löw in der Schaltzentrale seiner Mannschaft lösen muss – es könnte ein dauerhaftes werden: Özil, Kroos, Götze spielen derzeit auf hohem Niveau, fast sieht es aus, als stünden zu viele Alternativen für den Posten des Spielgestalters parat. Löw versucht eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle Mitglieder des Kaders wertgeschätzt fühlen. Er sagt: „Wir müssen uns lösen von dieser Stammspieler-Diskussion.“ Auch beim Welt-und Europameister Spanien würden bisweilen erlesene Kräfte wie Iniesta, Torres oder Villa nicht in der ersten Elf berücksichtigt werden. Löws Schluss: „Eine gute Mannschaft braucht eine gute Bank.“

Nach drei Siegen gegen die Färöer (3:0), Österreich (2:1) und Irland (6:1) erwartet der Bundestrainer gegen die Schweden ein Geduldsspiel. Joachim Löw charakterisiert die von Erik Hamrén trainierte schwedische Auswahl so: „Die Mannschaft vertraut auf ihre starke Defensive und vorne auf Zlatan Ibrahimovic.“

Deutschland - Schweden Dienstag, 20.45 Uhr/ARD

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