London (dpa) - Liberias Fußball-Chef Musa Bility bewirbt sich um das frei werdende Amt des FIFA-Präsidenten. Seine Kandidatur gab der 48-Jährige am 18. Juni in einem BBC-Interview bekannt.

Mit 54 FIFA-Mitgliedern stelle Afrika den größten Stimmenblock im Fußball-Weltverband, «und wir müssen die Führung übernehmen, um den Fußball zusammenzubringen», forderte Bility, der seit 2010 Verbandspräsident in Liberia ist.

Nach dem ehemaligen brasilianischen Fußball-Star Zico hat Bility damit als zweiter Kandidat seinen Hut für die Nachfolge von Joseph Blatter in den Ring geworfen. Der Schweizer hatte vier Tage nach seiner Wiederwahl Ende Mai angekündigt, bei einem außerordentlichen FIFA-Kongress sein Amt zur Verfügung stellen zu wollen. Doch dann machte Blatter völlig überraschend einen Rückzieher.

Der 79 Jahre alte FIFA-Boss soll einem Medienbericht zufolge doch wieder über einen Verbleib im Amt nachdenken. Wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» berichtet hatte, wollten Verbände aus Asien und Afrika den angekündigten Rückzug Blatters verhindern.

Dessen Verbleib im Amt hatte Domenico Scala, Vorsitzender der FIFA-Compliance-Kommission, bereits strikt zurückgewiesen. Er halte es «für klar unverzichtbar, den eingeleiteten Prozess des Präsidiumswechsels wie angekündigt umzusetzen», teilte Scala am 14. Juni mit Blick auf die Spekulationen um Blatter mit. Als möglicher Termin für die Neuwahlen galt bisher der 16. Dezember.

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