Doha (dpa) - Jordaniens Prinz Ali Bin Al-Hussein wird neuer Vize-Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA. Der 35-Jährige setzte sich in einer Kampfabstimmung auf dem Kongress der Asiatischen Fußball-Konföderation AFC in Doha gegen Amtsinhaber Chung Mong-Joon mit 25:20 Stimmen durch.

Einen Monat nach der Vergabe der Fußball-WM 2022 an Katar ist die Wahl ein erneutes Zeichen der Machtverlagerung im asiatischen Fußball in Richtung arabische Welt. Prinz Ali, der Präsident des jordanischen Fußball-Verbandes ist, hatte sich für die WM im Wüstenstaat stark gemacht. Der geschlagene Chung wollte die WM in elf Jahren in seine Heimat Südkorea holen. Die Bewerbung scheiterte aber wie die Kandidaturen aus Japan, Australien und den USA. Chung galt langer als möglicher Herausforderer von Joseph Blatter für das Amt des FIFA-Präsidenten bei der im Mai anstehenden Wahl in Zürich.

Prinz Ali ist der jüngste FIFA-Vizepräsident. Jede der sechs Konföderationen des Weltverbandes entsendet einen Stellvertreter, der durch dieses Amt automatisch auch dem FIFA-Exekutivkomitee angehört. Dieses Gremium war zuletzt durch Bestechungsvorwürfe rund um die WM- Vergabe 2018 und 2022 in die Kritik geraten.

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