Nominiert
Barcelonas Trainer Pep Guardiola geht ebenfalls leer aus.

Barcelonas Trainer Pep Guardiola geht ebenfalls leer aus.

dpa

Barcelonas Trainer Pep Guardiola geht ebenfalls leer aus.

Madrid (dpa) - Die Auszeichnung des Argentiniers Lionel Messi zum Weltfußballer des Jahres 2010 ist in Spanien auf heftige Kritik gestoßen. Die Spanier Xavi und Andrés Iniesta waren bei der Wahl leer ausgegangen. Die spanischen Medien sehen darin eine «Missachtung des Weltmeisters».

Die meistgelesene Zeitung «Marca» schrieb, die Nominierung zeige, dass der Weltverband FIFA und dessen Präsident Joseph Blatter gegen Spanien voreingenommen seien.

«Spanien hat in den Urnen kein Gewicht», meinte die Zeitung «El País». «Die Wahl Messis war verdient. Aber der spanische Fußball hatte es nicht verdient, übergangen zu werden.» Das Sportblatt «Marca» witterte gar eine Verschwörung der FIFA: «Der FIFA-Chef Blatter hatte die Spanier bereits mit verdächtigen Methoden um die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2018 gebracht. Xavi und Iniesta gewannen mit dem FC Barcelona ebenso viele Titel wie Messi. Aber sie haben etwas, was der Argentinier nicht hat. Sie gewannen die WM.»

Das Konkurrenzblatt «As» ergänzte: «Spanien erlebte einen Reinfall. Die Weltmeisterschaft scheint nichts zu zählen.» Die spanische Presse sah sich in ihrer Kritik auch dadurch bestätigt, dass der Portugiese José Mourinho zum besten Trainer gewählt wurde. Die beiden Spanier Vicente del Bosque, Coach des WM-Teams, und der Barça-Trainer Josep Guardiola belegten den zweiten und dritten Platz.

«Mir wäre es lieber gewesen, wenn Xavi oder Iniesta die Auszeichnung bekommen hätten», sagte Iker Casillas, Torwart und Kapitän des Weltmeisters. Del Bosque meinte: «Es ist schade, dass keiner unserer Spieler zum Weltfußballer gewählt wurde. Xavi und Iniesta hätten es verdient gehabt.»

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