Julian Draxler (2.v.l.) wird nach seinem Treffer zum 1:0 von seinen neuen Pariser Teamkameraden gefeiert. Foto: Damien Meyer
Julian Draxler (2.v.l.) wird nach seinem Treffer zum 1:0 von seinen neuen Pariser Teamkameraden gefeiert. Foto: Damien Meyer

Julian Draxler (2.v.l.) wird nach seinem Treffer zum 1:0 von seinen neuen Pariser Teamkameraden gefeiert. Foto: Damien Meyer

dpa

Julian Draxler (2.v.l.) wird nach seinem Treffer zum 1:0 von seinen neuen Pariser Teamkameraden gefeiert. Foto: Damien Meyer

Paris (dpa) - Julian Draxler ist schneller als erwartet in Paris angekommen. Beim 1:0-Sieg des französischen Meisters Paris Saint-Germain bei Stade Rennes traf der deutsche Fußball-Nationalspieler gleich bei seinem Liga-Debüt für Paris St. Germain.

Dieses Kunststück hatte bei PSG zuletzt Superstar Zlatan Ibrahimovic im August 2012 geschafft. Die Begeisterung um Draxler nach seiner Pflichtspiel-Premiere erinnerte auch schon an die Jubelstürme, die der zu Manchester United abgewanderte «Ibra» in seiner Zeit an der Seine regelmäßig ausgelöst hatte. «Draxler, dieser Verführungskünstler» titelte die Fachzeitung «L'Équipe».

Der 23 Jahre alte Weltmeister traf in der 40. Minute mit einem sehenswerten Flachschuss nach Vorlage von Marco Verratti. Dank des Tors bleibt der seit 2011 von Ölscheichs aus Katar angeführte Club den beiden Titelkonkurrenten OGC Nizza und AS Monaco mit 42 Punkten aus 20 Runden dicht auf den Fersen. Nach seinem spielentscheidenden Treffer bedankte sich Draxler auf Facebook beim Italiener Verratti artig mit einem «Merci» und jubelte: «3 wichtige Punkte aus einem schweren Spiel.»

Nach seinem Wechsel vom VfL Wolfsburg nach Paris für mindestens 42 Millionen Euro war es für Draxler der erste Ligaeinsatz und das erste Pflichtspiel von Beginn an gewesen. Sein erstes Tor hatte der Offensivmann, der in Wolfsburg nie hatte richtig überzeugen können, bereits am vergangenen Samstag beim 7:0-Pokalerfolg über den SC Bastia erzielt. Im Ligapokal unter der Woche hatte der Weltmeister noch mit einer Oberschenkelblessur gefehlt.

Gegen Rennes wurde er vor 29 000 im Roazhon Park in der 73. Minute unter Applaus der mitgereisten PSG-Anhänger ausgewechselt. Am Sonntag schaffte es der Mann aus Gladbeck dann sogar auf die Titelseite der Renommierzeitung «Le Parisien», die den Profi lobte: «Der Deutsche war bereits sehr gut!». Das Fachmagazin «So Foot» erhob Draxler sogar zum «König», und der Fernseh-Sender «BFMTV» stellte fest: «Draxler hat bereits alle erobert.»

Auch Trainer Unay Emery war mehr als zufrieden. Draxler habe «Qualität in die Mannschaft gebracht», betonte der Spanier. «Er hat gute Arbeit geleistet, er integriert sich gut. Am Ende war er ein bisschen ausgelaugt, aber ich glaube, das ist normal». Draxler habe «individuelle Qualität» und helfe damit dem Team «sehr gut».

Nicht nur Draxler erlebte in der Bretagne einen besonderen Abend. Der ehemalige Frankfurter Torwart Kevin Trapp stand in der Liga zum zweiten Mal in Serie wieder in der PSG-Startelf, nachdem Coach Emery zuvor meist Konkurrent Alphonse Areola den Vorzug gegeben hatte. Und Trapp enttäuschte nicht: In der 78. Minute machte der 26-Jährige eine gute Chance von Rennes-Mittelfeldmann Benjamin André zunichte und rettete so die drei Punkte. In der Pariser Fußballszene wird nun auch auf Deutsch gesprochen und geschrieben. «Deutsche Qualität», lobte das Portal «ParisTeam».

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