Franck Ribéry steht in Paris vor Gericht. Foto: Andreas Gebert
Franck Ribéry steht in Paris vor Gericht. Foto: Andreas Gebert

Franck Ribéry steht in Paris vor Gericht. Foto: Andreas Gebert

dpa

Franck Ribéry steht in Paris vor Gericht. Foto: Andreas Gebert

Paris (dpa) - Der des bezahlten Sex mit einer Minderjährigen angeklagte Fußball-Star Franck Ribéry muss noch länger auf den erhofften Freispruch warten.

Das Urteil im «Rotlicht»-Prozess werde erst nächsten Donnerstag bekanntgegeben, teilte das Gericht nach Medienangaben in Paris mit. Neben dem französischen Profi des FC Bayern sind auch sein Nationalmannschaftskollege Karim Benzema (Real Madrid) und sechs weitere Männer angeklagt.

Ribéry wird beschuldigt, 2009 der damals erst 17-Jährigen 700 Euro für Sex in einem Münchner Hotel bezahlt zu haben. Er beteuerte, das Alter des Mädchens nicht gekannt zu haben. Das bestätigte im Polizeiverhör auch die Frau, die inzwischen mehrere TV-Auftritte hinter sich hat und als Dessous-Designerin arbeitet. Ribéry (30) bestreitet zudem, jemals «Sex gegen Bezahlung» gehabt zu haben.

Der Staatsanwalt forderte in Abwesenheit von Ribéry und Benzema für beide Profis einen «schlichten und einfachen Freispruch». Es gebe keine Beweise dafür, dass sie das Alter der damaligen Escortdame gekannt hatten, sagte Staatsanwalt Jean-Julien Xavier-Rolai.

Für Beziehungen mit minderjährigen Prostituierten sieht das Gesetz in Frankreich eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren und eine Geldbuße von bis zu 45 000 Euro vor. Die Justiz muss allerdings nachweisen, dass die Betroffenen das Alter des Mädchens kannten.

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