Jenö Buzánszky 2004 als Gast bei einem Fußballspiel deutscher und ungarischer Parlamentarier in München. Foto: Matthias Schrader
Jenö Buzánszky 2004 als Gast bei einem Fußballspiel deutscher und ungarischer Parlamentarier in München. Foto: Matthias Schrader

Jenö Buzánszky 2004 als Gast bei einem Fußballspiel deutscher und ungarischer Parlamentarier in München. Foto: Matthias Schrader

dpa

Jenö Buzánszky 2004 als Gast bei einem Fußballspiel deutscher und ungarischer Parlamentarier in München. Foto: Matthias Schrader

Budapest (dpa) - Das letzte Mitglied von Ungarns Goldener Elf ist tot. Wie der nationale Fußball-Verband mitteilte, starb Jenö Buzánszky am Sonntag im Alter von 89 Jahren nach schwerer Krankheit.

Der Abwehrspieler stand auch im WM-Finale 1954 gegen Deutschland, als die Ungarn sensationell 2:3 verloren. Die einzigen noch lebenden deutschen Weltmeister von damals sind Hans Schäfer und Horst Eckel. «Das kann ich gar nicht fassen. Ich habe ihn vor einiger Zeit noch getroffen und da war er noch fit. Das trifft einen», sagte Eckel der Deutschen Presse-Agentur.

Buzánszky spielte die meiste Zeit seiner Laufbahn beim Club Dorogi FC. Von 1950 bis 1956 bestritt er laut Verband 49 Länderspiele und blieb dabei ohne Torerfolg. Nach seiner Karriere arbeitete er als Trainer und Funktionär. «Er war ein sehr netter Bursche. Wir haben uns mindestens alle zwei Jahre getroffen. Das ist jetzt für mich keine leichte Sache», meinte Eckel.

Die Goldene Elf gilt als bislang beste ungarische Mannschaft der Geschichte. Sie blieb von Juni 1950 bis zum Endspiel in Bern gegen die DFB-Elf in 32 Spielen ungeschlagen. In dieser Zeit gewannen die Ungarn 1952 Olympia-Gold in Helsinki und schlugen am 25. November 1953 England in Londoner Wembley-Stadion in einem legendären Spiel mit 6:3. Das war bis dahin noch keinem Team von außerhalb der britischen Inseln gelungen.

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