UEFA-Präsident Platini zieht 2007 die Namen der Ausrichter aus einem Umschlag.
UEFA-Präsident Platini zieht 2007 die Namen der Ausrichter aus einem Umschlag.

UEFA-Präsident Platini zieht 2007 die Namen der Ausrichter aus einem Umschlag.

dpa

UEFA-Präsident Platini zieht 2007 die Namen der Ausrichter aus einem Umschlag.

Nyon (dpa) - Nach den Bestechungsvorwürfen des zyprischen Funktionärs Sypros Marangos im Zusammenhang mit der EM-Vergabe 2012 hat die Staatsanwaltschaft Zypern ihre Ermittlungen eingestellt.

«Die UEFA hat mit Zufriedenheit festgestellt, dass der Staatsanwalt der Republik Zypern den Fall geschlossen hat», hieß es in einer Mitteilung der Europäischen Fußball-Union. Für die UEFA sei es «zudem eine Genugtuung, dass nach einer polizeilichen Untersuchung keine Informationen oder gar Beweise vorliegen, welche die Vorwürfe von Spyros Marangos in irgendeiner Art und Weise bekräftigen», teilte der europäische Dachverband in Nyon mit. «Alle von Marangos erhobenen Korruptionsanschuldigungen an die UEFA und deren Mitglieder hinsichtlich der Vergabe der UEFA EURO 2012» seien «als absolut haltlos erklärt» worden, schrieb die UEFA.

Marangos hatte behauptet, bei der Vergabe der EM-Endrunde 2012 an Polen und die Ukraine hätten vier gekaufte Stimmen für den Sieg der osteuropäischen Bewerber über Italien gesorgt. Der ehemalige Schatzmeister des zyprischen Verbandes hatte erklärt, vor der Abstimmung 2007 in Cardiff habe ein Funktionär 3,15 Millionen Euro erhalten, drei weitere jeweils zwei Millionen. Belegen könne er dies mit drei Dokumenten, zudem gebe es drei Zeugen, sagte er.

Laut UEFA soll sich Marangos in einer Stellungnahme an die Polizeibehörden in Zypern «für die Situation, die aus seinen Vorwürfen resultierte», mittlerweile entschuldigt haben. Das Verfahren beim zuständigen Schweizer Strafgericht, bei dem die UEFA eine Strafanzeige wegen Verleumdung gestellt hat, ist noch offen.

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