Rassismusvorwürfe
Auf Carlo Tavecchio lastet ein Verdacht. Foto: Angelo Carconi

Auf Carlo Tavecchio lastet ein Verdacht. Foto: Angelo Carconi

dpa

Auf Carlo Tavecchio lastet ein Verdacht. Foto: Angelo Carconi

Rom (dpa) - Nach den Rassismus-Vorwürfen gegen den neu gewählten FIGC-Präsidenten Carlo Tavecchio hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet.

Der Präsident des italienischen Verbands FIGC sei persönlich über die Entscheidung des Ethik- und Disziplinarkommissars informiert worden, teilte die UEFA am Mittwoch mit. Tavecchio erklärte in einer Stellungnahme, er stehe der Entscheidung «ruhig und respektvoll» gegenüber. «Ich bin sicher, dass ich am Sitz der UEFA meinen Fehler und meine wahre Intention erklären kann», sagte er laut einer Mitteilung des FIGC.

Die UEFA erklärte, ihre Disziplinarkommission werde eine Entscheidung in dem Fall treffen, sobald die Ermittlungen abgeschlossen seien. Tavecchio bezeichnete das Disziplinarverfahren gegen ihn als einen «obligatorischen Akt, den wir erwartet haben». Er war vergangene Woche trotz der Vorwürfe zum neuen FIGC-Präsidenten gewählt worden.

Der 71-Jährige hatte zuvor bei einer offiziellen Veranstaltung für einen Eklat gesorgt, als er über ausländische Profis in der Serie A gesagt hatte: «England identifiziert die Spieler, wenn sie kommen, damit nur Profis spielen. Bei uns hingegen kann «Opti Poba», der vorher Bananen gegessen hat, plötzlich Stammspieler bei Lazio werden.»

Der Weltverband FIFA hatte daraufhin eine Untersuchung des Falls vom FIGC gefordert, auch die UEFA hatte Informationen verlangt. Tavecchio war für die Aussagen heftig kritisiert worden, hielt aber nach einer öffentlichen Entschuldigung trotzdem an seiner Kandidatur fest.

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