Krise
Corinthians-Trainer Mano Menezes hatte zuletzt 5:1 gegen Santos verloren. Foto: Leo La Valle

Corinthians-Trainer Mano Menezes hatte zuletzt 5:1 gegen Santos verloren. Foto: Leo La Valle

dpa

Corinthians-Trainer Mano Menezes hatte zuletzt 5:1 gegen Santos verloren. Foto: Leo La Valle

São Paulo (dpa) - Etwa 100 erboste Fans des brasilianischen Fußball-Erstligisten Corinthians haben sich unerlaubt Zugang zum Trainingslager des Vereins verschafft und Spieler massiv bedroht.

Sie zwängten sich durch Löcher im Zaun des Geländes. Die Spieler suchten Zuflucht in Räumen des in São Paulo gelegenen Zentrums. Die Fans protestierten mit der harschen Aktion gegen die zuletzt laue Leistung des Clubs.

Vereinsarzt Joaquim Grava zeigte sich geschockt: «Sie wollten die Spieler schlagen, ich war mit (Physiotherapeut) Caio dort, sie kamen mit Stöcken. Glücklicherweise hat mich einer erkannt. Ich bin beinahe in Ohnmacht gefallen.» Der von Ex-Nationalcoach Mano Menezes trainierte Club hatte diese Woche 5:1 gegen Santos verloren. Die Wut der Fans richtete sich vor allem gegen die Stürmer Emerson Sheik und Alexandre Pato.

In einer Mitteilung verurteilte der Club die Aktion, «bei der Personen angegriffen und bedroht» und Sachen entwendet worden seien. Der Verein erwog zunächst, das Spiel am Sonntag gegen Ponte Preta ausfallen zu lassen. Mit Blick auf Konzessionsstrafen entschieden sich Spieler, Trainer und Vereinsführung aber letztlich dagegen.

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