Sportminister
José Ignacio Wert hat mit den Fußball-Vereinen eine Einigung über Steuerschulden getroffen. Foto: Olivier Hoslet

José Ignacio Wert hat mit den Fußball-Vereinen eine Einigung über Steuerschulden getroffen. Foto: Olivier Hoslet

dpa

José Ignacio Wert hat mit den Fußball-Vereinen eine Einigung über Steuerschulden getroffen. Foto: Olivier Hoslet

Madrid (dpa) - Die Vereine des spanischen Profi-Fußballs haben sich dazu verpflichtet, ihre riesigen Steuerschulden zu begleichen.

Nach einem Übereinkommen der Profi-Liga (LFP) mit der Madrider Regierung können Vereine, die mit der Zahlung ihrer Steuern im Verzug sind, künftig sogar vom Wettbewerb der 1. und 2. Liga ausgeschlossen werden.

Beide Seiten unterzeichneten ein Protokoll, in dem allerdings noch keine konkreten Einzelheiten festgelegt wurden. Die Steuerschulden der spanischen Vereine werden auf insgesamt rund 750 Millionen Euro beziffert. «Der Fußball wird seine Steuerschulden begleichen», versicherte der für Sport zuständige Minister José Ignacio Wert. «Den Vereinen wird nicht ein Cent erlassen.»

Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, dass bestimmte Fristen für den Abbau der Schulden festgesetzt werden. Von der Saison 2014/15 an soll den Vereinen, die ihre Steuern nicht gezahlt haben, 35 Prozent der Fernsehgelder gesperrt werden.

Ab wann den Clubs auch ein Ausschluss aus der Liga droht, wurde zunächst nicht bekannt. «Die bisherige Praxis, Steuerschulden zu stunden, bedeutete keine staatliche Subvention von Profi-Vereinen», betonte der Minister. «Denn für die aufgeschobenen Zahlungen werden Zinsen fällig.»

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