Luciano Moggi
Luciano Moggi war die zentrale Figur im Manipulationsskandal 2006. Foto: Ciro Fusco

Luciano Moggi war die zentrale Figur im Manipulationsskandal 2006. Foto: Ciro Fusco

dpa

Luciano Moggi war die zentrale Figur im Manipulationsskandal 2006. Foto: Ciro Fusco

Berlin (dpa) - Skandal-Manager Luciano Moggi will sich in das italienische Parlament wählen lassen.

Der einst mächtige und 2011 wegen Schiedsrichterbestechung verurteilte Ex-Fußball-Funktionär von Juventus Turin geht als Spitzenkandidat der Mitte-Rechts-Partei «Riformisti Italiani» in der Region Piemont in die Wahl am 24. und 25. Februar. Moggi war die zentrale Figur im Manipulationsskandal 2006, der zum Zwangsabstieg von Rekordmeister Juve geführt hatte.

Der Verband sperrte ihn auf Lebzeiten von jeglicher Funktion im Fußball, ein Zivilgericht verurteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren und vier Monaten. Im Mai steht der Prozess in zweiter Instanz an. Wegen der langen Dauer italienischer Gerichtsverfahren und der Verjährungsfrist dürfte Moggi wohl um eine Haft herumkommen.

«Wir sprechen hier über den größten Sportler Italiens», sagte Reformisten-Parteichefin Stefania Craxi über Moggi. Der 75-Jährige sei nicht nur ein Kandidat ihrer Partei, sondern auch «ein Zeichen gegen den Zirkus von Medien und Gerichten, die seit 20 Jahren Familien, Karrieren und die Ehre von Personen zerstören».

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