Der Deutsche Wolfgang Sidka trainiert die irakische Nationalmannschaft.
Der Deutsche Wolfgang Sidka trainiert die irakische Nationalmannschaft.

Der Deutsche Wolfgang Sidka trainiert die irakische Nationalmannschaft.

dpa

Der Deutsche Wolfgang Sidka trainiert die irakische Nationalmannschaft.

Doha (dpa) - Deutsches Duell in Doha: Im sportlich attraktivsten Viertelfinale des Asien Cup zwischen Titelverteidiger Irak und dem WM-Teilnehmer Australien treffen sich zwei alte Bekannte.

«Ich kenne ihn sehr gut. Es ist wirklich schade, dass wir jetzt schon gegeneinander spielen. Das hätte ich mir für später gewünscht», sagte Iraks Nationalcoach Wolfgang Sidka vor der Partie gegen die von Holger Osieck betreuten «Socceroos» am Samstag.

Der Überraschungs-Champion von 2007 hat sich trotz des Fehlstarts mit der Niederlage gegen Iran auch beim Testlauf für die WM 2022 in dem Wüstenstaat einiges vorgenommen. «Ich habe großes Vertrauen in diese Mannschaft. Wir können es bis ins Finale schaffen», sagt der frühere Bundesliga-Trainer und -Profi Sidka, der seit August 2010 für die Fußball-Auswahl der Iraker verantwortlich ist.

Für den 56 Jahre alten Ex-Spieler von Hertha BSC, TSV München 1860 und Werder Bremen ist es die zweite Station als Nationaltrainer. Sidka hatte von 2000 bis 2002 die Auswahl von Bahrain betreut und war danach unter anderem für zwei Teams in Katar als Clubtrainer tätig. In Deutschland hatte der ehemalige Werder-Coach zuletzt zur Jahreswende 2008/09 für gut zwei Monate für den Regionalligisten FC Oberneuland in Bremen gearbeitet, wo er auch seinen Wohnsitz hat.

Während Sidka bereits das Erreichen des Viertelfinals als Erfolg einstuft, denken viele seiner Spieler auch an die Titelverteidigung. «Druck ist da, keine Frage», räumte Sidka in einem Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» ein. So musste er sich nach der Auftaktniederlage gegen den Iran in den heimischen Medien harsche Kritik an seiner Aufstellung anhören - ein Vorrunden-Aus hätten sie ihm in dem fußballverrückten Land wohl kaum verziehen.

Die Australier wiederum wollen sich unbedingt für die Vorrunden- Niederlage bei der letzten Auflage der Kontinentalmeisterschaft revanchieren. Nach dem frühen Scheitern bei der WM in Südafrika will die Osieck-Auswahl nun wieder ein internationales Ausrufezeichen setzen. «Es wird schwer, aber wir sind perfekt vorbereitet und wissen, was auf uns zukommt», sagte Angreifer Harry Kewell.

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