Wayne Rooney schoss ManUnited in der 13. Minute in Führung.
Wayne Rooney schoss ManUnited in der 13. Minute in Führung.

Wayne Rooney schoss ManUnited in der 13. Minute in Führung.

dpa

Wayne Rooney schoss ManUnited in der 13. Minute in Führung.

London (dpa) - So hatten sich der FC Chelsea, der FC Arsenal und der FC Liverpool den Saisonstart in der englischen Fußball-Eliteliga nicht vorgestellt. Die Clubs kamen nicht über Unentschieden hinaus. Zumindest Meister Manchester United gab sich keine Blöße.

Schwache Starts für drei Renommierclubs, Arbeitssieg für Manchester United: Während sich der englische Fußball-Meister mit dem 2:1 bei West Bromwich Albion zum Auftakt der neuen Premier-League-Saison keine Blöße gab, regierten beim FC Chelsea, FC Arsenal und FC Liverpool Enttäuschung und Ratlosigkeit.

Arsenal wurde nach dem 0:0 bei Newcastle United von den Zuschauern im St. James' Park gar mit Schmährufen in die Kabine verabschiedet. Lange Gesichter gab es auch beim FC Chelsea. Die «Blues» konnten beim Liga-Debüt ihres neuen portugiesischen Trainers Andre Villas-Boas nicht überzeugen. Der Titelfavorit aus London kam beim letztjährigen Pokalfinalisten nicht über 0:0 hinaus. Bei Stoke City stand der deutsche Profi Robert Huth in der Anfangsformation. Ernüchterung gab es auch beim FC Liverpool nach dem 1:1 gegen den FC Sunderland.

Für ManUnited reicht es immerhin zu einem Arbeitssieg bei West Bromwich Albion. Das Team von Fußball-Trainer Sir Alex Ferguson tat sich bis in die Schlussphase schwer, ehe Neuzugang Ashley Young (81.) Manchester mit einem abgefälschten Schuss erlöste. Stürmerstar Wayne Rooney (13.) hatte für die frühe Führung der «Red Devils» gesorgt, Shane Long (37.) noch vor der Pause ausgeglichen.

Arsenals Trainer Arsène Wenger ärgerte sich vor allem über den Platzverweis für Stürmer Gervinho. Der Ivorer sah in der 76. Minute nach einer Rauferei mit Newcastles «Bad Boy» Joey Barton die Rote Karte. «Für diese Entscheidung habe ich kein Verständnis», erklärte Wenger, «der Schiedsrichter hätte auch Barton Rot zeigen müssen.» Die Londoner starteten mit dem ehemaligen Dortmunder Tomas Rosicky, litten aber im Mittelfeld unter der fehlenden Kreativität ihrer wechselwilligen Strategen Cesc Fabregas und Samir Nasri.

Der Spanier Fabregas wird voraussichtlich am 15. August zum FC Barcelona zurückkehren, der Franzose Nasri steht vor der Einigung mit Manchester City. «Deprimierender hätte der angebliche Start einer neuen Ära nach acht Jahren Cesc Fabregas kaum sein können», schrieb der «Independent on Sunday.».

Der erst 33 Jahre alte Portugiese Villas-Boas, der in London die Nachfolge von Carlo Ancelotti angetreten hatte, beorderte überraschend den Spanier Fernando Torres anstelle des Ivorers Didier Drogba in die Startformation. Der Stürmer, der im Frühjahr für 55 Mio. Euro vom FC Liverpool zum englischen Vizemeister gewechselt war, erspielte sich allerdings nur wenige Chancen. Die beste Möglichkeit für die Gäste hatte der eingewechselte Nicolas Anelka. Sein Schuss wurde in der 72. Minute von Stokes Torhüter Asmir Begovic an die Querlatte gelenkt.

Der FC Liverpool zeigte vor heimischer Kulisse Nerven. Der Uruguayer Luis Suarez (6.) verschoss einen von Kieran Richardson an ihm verschuldeten Foulelfmeter. Der Treffer des Uruguayers zum 1:0 (12.) reichte den «Reds» nicht zum Heimerfolg. Dem Schweden Sebastian Larsson (57.) gelang für Sunderland noch der verdiente Ausgleich. «Für meine vielen neuen Spieler war diese Partie eine zu große Geduldsprobe», befand Liverpools Coach Kenny Dalglish.

Die Bolton Wanderers setzten sich dank des 4:0-Auswärtssieges beim Aufsteiger Queens Park Rangers vorerst an die Tabellenspitze. Gary Cahill (45./+2), der ehemalige Bremer Ivan Klasnic (70.) und Fabrice Muamba (79.) trafen an der Loftus Road für Bolton. Dazu kam ein Eigentor von Danny Gabbidon (67.).

Die Wolverhampton Wanderers kamen zu einem überraschenden 2:1-Erfolg bei den Blackburn Rovers. Steven Fletcher (22.) und Stephen Ward (47.) sorgten nach der 1:0-Führung der Gastgeber durch Mauro Formica (20.) noch für den ersten Sieg im Ewood Park seit 19 Jahren. Der ehemalige Duisburger Stefan Maierhofer kam bei den «Wolves» nicht zum Einsatz. Das Duell zwischen Tottenham Hotspur und dem FC Everton war wegen der Unruhen in London auf den 18. August verlegt worden.

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