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UEFA-Präsident Michel Platini geht hart mit dem Streik der französischen WM-Spieler ins Gericht.

UEFA-Präsident Michel Platini geht hart mit dem Streik der französischen WM-Spieler ins Gericht.

dpa

UEFA-Präsident Michel Platini geht hart mit dem Streik der französischen WM-Spieler ins Gericht.

Paris (dpa) - Michel Platini geht mit Franck Ribéry & Co. hart ins Gericht. Wenn es nach dem Präsidenten der Europäischen Fußball-Union gegangen wäre, wären einige Spieler der französischen Nationalelf nach dem WM-Fiasko in Südafrika für immer aus dem Team verbannt worden.

Vor allem den Trainingsstreik der «Bleus» kritisierte Platini im Interview mit dem Fachmagazin «So Foot». «Mit dem Image der französischen Mannschaft spielt man einfach nicht. Ich wäre viel härter mit den Spielern gewesen, die das Trainingsboykott gemacht haben, ich hätte sie lebenslang gesperrt», sagte er.

Die streikenden WM-Spieler bezeichnete Platini als «Nieten» und «Blödmänner». Der UEFA-Boss prangerte nicht nur das Benehmen der Profis und Funktionäre bei der Weltmeisterschaft an. Der Europameister von 1984 kritisierte auch das Spielniveau der aktuellen Spielergeneration aus Frankreich. «Wir haben kein gutes Team, wir haben keine gute Generation», sagte der frühere «Maestro».

Den in Frankreich unbeliebten WM-Trainer Raymond Domenech, der nach dem Turnier in Südafrika von Laurent Blanc abgelöst worden war, sprach Platini unterdessen von jeder Schuld frei. Selbst der portugiesische Star-Trainer José Mourinho «hätte es nicht besser machen können als Domenech». Der Coach sei eher zu loyal gewesen. «Er hat seine Spieler in Schutz genommen, und die haben ihn im Stich gelassen», sagte Platini.

Frankreich war im Juni bei der WM schon nach der Vorrunde sieglos ausgeschieden. Höhepunkt der Blamage war der Trainingsstreik, mit dem die Profis gegen den Ausschluss von Stürmer Nicolas Anelka protestierten. Der Chelsea-Profi hatte zuvor Domenech in der Halbzeit des Mexiko-Spiels (0:2) wüst beschimpft.

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