ManUnited-Coach
Alex Ferguson ist der Trainer von Manchester United.

Alex Ferguson ist der Trainer von Manchester United.

dpa

Alex Ferguson ist der Trainer von Manchester United.

London (dpa) - Der FC Chelsea strauchelt, aber Manchester United marschiert und hat im 19. Spiel ohne Niederlage auch noch das Glück, das Meister brauchen. Das neue Jahr begann für Man United mit einem 2:1 bei West Bromwich Albion - und dabei hatte der englische Fußball-Rekordchampion mächtig Dusel.

Der Schiedsrichter stellte Abwehrroutinier Gary Neville nach einer Notbremse nicht vom Platz, verwehrte den Gastgebern einen klaren Strafstoß und ein gegebener Elfmeter wurde vom Aufsteiger verschossen. Titelverteidiger Chelsea kam gegen Aston Villa nur zu einem 3:3 und ist nach einem Sieg aus den vergangenen acht Spielen nur noch Fünfter. Man United ist schon sechs Zähler enteilt.

«Es ist mir egal, wie wir gewinnen. Die drei Punkte zählen», sagte Manchesters Verteidiger Rio Ferdinand. Im Mittelpunkt stand nach dem glücklichen Auswärtserfolg des Tabellenführers dessen Kollege Wayne Rooney. Erst traf der Nationalstürmer in der dritten Minute per Kopfball und konnte seinen ersten Treffer aus dem Spielgeschehen seit fast zehn Monaten bejubeln. Kurz vor Schluss zeigte er dann die in England so beliebte Härte.

Chris Brunt traf ihn am linken Knöchel. Der Teamarzt fürchtete nach einer ersten Untersuchung abseits des Spielfeldes schon eine mehrwöchige Pause, doch Rooney humpelte auf den Platz zurück und spielte bis zum Schlusspfiff durch, weil Man United nicht mehr wechseln durfte. «Er hat Mut bewiesen. Seine Leistung war Weltklasse», lobte Trainer Alex Ferguson. Eine genaue Diagnose stand aus. Auch Ferguson hatte zunächst einen mehrwöchigen Ausfall befürchtet. Bereits im vergangenen Jahr war Rooney mit mehreren Verletzungen der große Pechvogel gewesen.

Während der FC Chelsea aus der Formkrise auch gegen Aston Villa nicht herauskam und in einem turbulenten Spiel in der Nachspielzeit den Ausgleich kassierte, bleibt Manchester City dem Spitzenreiter und Lokalrivalen auf den Fersen. Nach dem 1:0 gegen den FC Blackpool sind beide Teams punktgleich, City hat aber schon zwei Partien mehr bestritten. Auch die Londoner Konkurrenz kann sich keine Schwächen leisten, um an den «Red Devils» zumindest dranzubleiben.

Der FC Arsenal siegte souverän 3:0 bei Birmingham City und ist Dritter. Tottenham Hotspur, das mit einer Winterverpflichtung von David Beckham kokettiert, setzte seine Serie fort. Die Spurs sind nach dem 1:0 gegen den FC Fulham seit zehn Spielen ungeschlagen und überflügelten als neuer Tabellen-Vierter auch Chelsea.

Die «Blues» haben ihr Erfolgs-Gen verloren. Tore von Frank Lampard (23. Minute/Foulelfmeter), Didier Drogba (84.) und John Terry (89.) reichten nur zu einem 3:3 (1:1) gegen Aston Villa. Ashley Young (41.) ebenfalls per Strafstoß, Emile Heskey (47.) und Ciaran Clark (90.+1) trafen für Villa. Trainer Carlo Ancelotti steht an der Stamford Bridge unter Druck. Beim FC Liverpool entspannte sich die Lage am Neujahrstag hingegen. Nach dem Last-Minute-2:1 gegen die Bolton Wanderers konnte Trainer Roy Hodgson durchschnaufen.

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