Nachdenklich
Herthas Brasilianer Ronny schaut mit Sorge in Richtung Heimat. Foto: Britta Pedersen

Herthas Brasilianer Ronny schaut mit Sorge in Richtung Heimat. Foto: Britta Pedersen

dpa

Herthas Brasilianer Ronny schaut mit Sorge in Richtung Heimat. Foto: Britta Pedersen

Berlin (dpa) - Herthas Mittelfeldstar Ronny ist besorgt über die gesellschaftlichen Spannungen in seiner Heimat Brasilien.

Die Massenproteste und teilweise gewalttätigen Auseinandersetzungen während der Tage des Confed Cups haben die Vorfreude des Wahl-Berliners auf die WM im kommenden Jahr getrübt. «Ja, definitiv. Keiner weiß, wie sich die Lage bis dahin entwickeln wird», erklärte der Mittelfeldspieler des Bundesliga-Aufsteigers Hertha BSC in einem Interview mit dem Sportmagazin «kicker». «Wenn ich an die WM denke, habe ich im Moment etwas Angst», betonte Ronny.

Aus der Entfernung kann der Hertha-Profi die Wut der Menschen in seiner Heimat verstehen. «Die Menschen sind sauer - und suchen sich ein Ventil. Dass es zu Gewalt kam, geht nicht. Aber die Proteste sind berechtigt», meinte Ronny. Es gebe kaum ein Land, in dem der Fußball so einen Stellenwert habe wie in Brasilien. «Aber es ist nur Sport. Es darf nie wichtiger sein als Bildung und Gesundheit. Wenn für Krankenhäuser und Schulen dann das Geld fehlt, stimmt etwas nicht», sagte Ronny, für den die brasilianische Nationalmannschaft und eine eigene WM-Teilnahme nur ein Traum ist.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer