Rom (dpa) - Die italienische Fußballer-Gewerkschaft (AIC) hat ihren für das Wochenende ausgerufenen Streik abgesagt. Der 16. Spieltag der Serie A kann damit planmäßig am 11. Dezember und 12. Dezember ausgetragen werden.

Die Profis und die Vereine streiten seit Monaten um einen neuen Lizenzspielervertrag. Bei dem Versuch einer Einigung gebe es Fortschritte, teilte die Spieler-Gewerkschaft mit. Der Präsident des Nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI), Gianni Petrucci, hatte der Spielergewerkschaft in der vergangenen Woche «Unvernunft» und «Arroganz» vorgeworfen und die Profis damit unter Druck gesetzt. Auch Medien und Fans hatten die Spieler heftig kritisiert, als sie nach dem für Ende September ausgerufenen und in letzter Minute ausgesetzten Streik erneut zum Ausstand aufriefen. Sogar aus den eigenen Reihen gab es Gegenwind. Nationaltorwart Gianluigi Buffon, der zusammen mit einigen Kollegen die alternative Spielervereinigung ANC gegründet hat, bezeichnete den Streik als «unnötig».

Der Streit zwischen Spielern und Vereinen war im Sommer entbrannt. Die Clubs forderten das Recht, in Zukunft Spieler ohne deren Zustimmung transferieren zu können, sofern den Kickern dabei kein finanzieller Verlust oder sportlicher Abstieg droht. Dies lehnten die Fußballer ab. Außerdem akzeptierten sie nicht, dass die Vereine zukünftig Spielern das Training mit der Mannschaft verweigern können. Die Kicker befürchten eine Art Mobbing. Unliebsame Spieler könnten innerhalb des Clubs in andere Trainingsgruppen abgeschoben werden.

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