Almen Abdi prüft Mailands Torwart Marco Amelia.
Almen Abdi prüft Mailands Torwart Marco Amelia.

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dpa

Almen Abdi prüft Mailands Torwart Marco Amelia.

Rom (dpa) - Dank einer fulminanten Aufholjagd bleibt Spitzenreiter AC Mailand in der italienischen Fußball-Liga im neuen Jahr ungeschlagen.

In einem turbulenten Top-Spiel holte Milan (40 Punkte) zu Hause gegen Udinese Calcio (27) ein verdientes 4:4 und baute damit seine Führung am 19. Spieltag in der italienischen Serie A weiter aus. Verfolger Lazio Rom (34), dessen 111-Jahr-Feier von Fan-Randalen überschattet wurde, kassierte gegen Kellerkind Lecce im römischen Olympiastadion eine bittere 1:2-Niederlage.

Auch Vize-Meister AS Rom (32) fiel weiter zurück. Nach dem Führungstor durch Mirco Vucinic führten zwei kapitale Abwehrfehler des Ex-Leverkuseners Juan zu Roms 1:2-Niederlage bei Sampdoria Genua. Auf Platz zwei schob sich mit vier Punkten Rückstand auf Milan der SSC Neapel (36) durch das 3:0 über Juventus Turin (31), das erstmals mit Luca Toni antrat. Der Uruguayer Edinson Cavani verdarb dem früheren Bayern-Torjäger mit einem Dreierpack in der 20., 26. und 54. Minute das Debüt bei Juve. Die Turiner liegen als Sechster nun schon neun Zähler hinter dem AC Mailand zurück.

Mit Titelverteidiger Inter Mailand (29) ging es dagegen weiter bergauf. Bayern Münchens Champions-League-Gegner holte mit dem 2:1- Sieg in Catania den zweiten Sieg im zweiten Spiel unter seinem neuen Trainer Leonardo. Beide Treffer für den Triple-Sieger erzielte Esteban Cambiasso.

Das Spiel des Tages aber lieferte Inters Lokalrivale Milan ab. Dreimal geriet der Tabellenführer gegen Udinese in Rückstand, dreimal kam Milan zurück: Den Führungstreffer durch Antonio Di Natale in der 35. Minute glich Pato kurz vor dem Pausenpfiff aus. Danach zogen die Gäste auf 3:1 davon, bis Milan durch ein Eigentor von Mehdi Benatia in der 78. Minute wieder ins Spiel zurück und durch Patos zweiten Treffer in der 82. Minute zum 3:3-Ausgleich kam. In der 89. Minute brachte German Dennis Udinese dann nochmals in Führung. Milan aber gab nicht auf, rannte mit Vehemenz an und kam praktisch mit dem Schlusspfiff durch Zlatan Ibrahimovic zum umjubelten 4:4.

Die Negativmeldung des 19. Spieltages kam aus Rom: Nach den Feiern zum 111-jährigen Lazio-Bestehen griffen rund 100 Randalierer im Zentrum von Rom in der Nacht zum Sonntag die Polizei an, setzten Mülltonen in Brand und warfen Schaufensterscheiben ein. Die Beamten setzten Tränengas ein. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurden 20 Beamte bei den Ausschreitungen verletzt. Zehn Randalierer wurden identifiziert, ein 31-Jähriger noch in der Nacht festgenommen und am Sonntag zu einem fünfjährigen Stadionverbot verurteilt.

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