Rio de Janeiro (dpa) - Nach der problemlosen Premiere der Torlinientechnologie beim Confed Cup erwägt die FIFA offenbar eine schnelle Entscheidung über den Anbieter für die WM 2014 in Brasilien. Nach dpa-Informationen könnte der Zuschlag schon in den kommenden Monaten erfolgen.

Beim WM-Testlauf war das Computer gestützte System der Firma GoalControl aus Würselen zum Einsatz gekommen. Alle 68 Turnier-Tore wurden zweifelsfrei korrekt erzielt, so dass die Technologie keinen Ernstfall bestehen musste.

Hilfreich war der Einsatz allerdings bei der Ermittlung des Torschützen zum 1:0 für Italien im Spiel um Platz drei gegen Uruguay (3:2 i. E.). Erst nach Auswertung der Computerergebnisse stand fest, dass Davide Astori den Ball endgültig ins Netz befördert hatte.

«Nicht jedes Turnier hat eine Zwischenfall, aber wir können absolut zufrieden sein», sagte GoalControl-Chef Dirk Broichhausen der dpa. Auch FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte sich lobend geäußert. «Die Goalline-Technology hat gut gearbeitet. Die Schiedsrichter waren glücklich, alles war am richtigen Platz.» Im Bieterwettbewerb für die WM hat GoalControl nun sicher eine Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Der Zuschlag für den Confed Cup an das relativ kleine Unternehmen im April war eine Überraschung gewesen.

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