Verdacht
Atlético-Coach könnte einen Balljungen dazu animiert haben, einen zusätzlichen Ball aufs Spielfeld zu werfen. Foto: Victor Lerena

Atlético-Coach könnte einen Balljungen dazu animiert haben, einen zusätzlichen Ball aufs Spielfeld zu werfen. Foto: Victor Lerena

dpa

Atlético-Coach könnte einen Balljungen dazu animiert haben, einen zusätzlichen Ball aufs Spielfeld zu werfen. Foto: Victor Lerena

Madrid (dpa) - Vier Tage vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Bayern München gibt es bei Kontrahent Atlético Madrid einen Ballwurf-Skandal.

Im Punktspiel der Madrilenen gegen den FC Málaga (1:0) in der spanischen Liga war von der Trainerbank aus ein zusätzlicher Ball aufs Spielfeld geflogen. Er war vermutlich kurz vor der Halbzeitpause aufs Feld geworfen worden, um einen Malaga-Konter zu unterbrechen.

Der Schiedsrichter unterbrach den Spielzug jedoch nicht, der Konter führte nicht zu einem Torerfolg. Der Unparteiische verbannte aber Atlético-Trainer Diego Simeone auf die Tribüne. «Ein Balljunge neben unserer Trainerbank hat den Ball geworfen», berichtete der Coach nach dem Spiel. TV-Bilder deuten allerdings darauf hin, dass der Balljunge auf Anweisung von Simeone gehandelt haben könnte.

Der Schiedsrichter begründete die Rote Karte für den Argentinier damit, dass der Atlético-Coach der Verantwortliche für das Geschehen an der Trainerbank sei. Simeone räumte ein: «Die Entscheidung des Referees war korrekt.» Nach dem Reglement droht ihm nun eine Sperre für die drei ausstehenden Spiele der Saison. Eine Sperre würde nur für die spanische Liga und nicht die Champions League gelten.

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