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Für DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hat sich Kevin-Prince Boateng vorbildlich verhalten. Foto: Frank Rumpenhorst

Für DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hat sich Kevin-Prince Boateng vorbildlich verhalten. Foto: Frank Rumpenhorst

dpa

Für DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hat sich Kevin-Prince Boateng vorbildlich verhalten. Foto: Frank Rumpenhorst

Berlin (dpa) - DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hat das Verhalten von Kevin-Prince Boateng nach dem Rassismus-Eklat in Italien als vorbildlich gelobt.

«Das war ein großartiges Zeichen von ihm. Wir fordern immer Zivilcourage ein. Nun hat sie mit Kevin-Prince Boateng auch jemand gezeigt. Solche direkten Zeichen sind nur zu begrüßen», sagte der Funktionär der Deutschen Fußball Liga in einem Interview der «Welt am Sonntag».

Der gebürtige Berliner Boateng hatte am Donnerstag im Fußball-Testspiel des AC Mailand gegen Pro Patria in der 26. Spielminute das Spielfeld verlassen, weil er und seine dunkelhäutigen Teamkollegen wiederholt von gegnerischen Fans rassistisch verhöhnt worden waren.

Sollte es in Deutschland zu ähnlichen Vorfällen kommen, plädierte Rettig ebenfalls für einen Spielabbruch. «Ja, denn so etwas darf nicht toleriert werden», sagte er. Allerdings sei der Fußball in Deutschland im Kampf gegen Rassismus schon weiter als in Italien. «Es ist zwar auch bei uns nicht alles rosarot. Es ist auch nicht auszuschließen, dass es auch in der Bundesliga zu rassistischen Beleidigungen kommt. Sie werden subtiler stattfinden, was es nicht besser macht. Aber ich denke, dass wir offener mit Fremden umgehen», sagte Rettig.

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