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Die Fans von Beitar Jerusalem reagierten recht unterschiedlich auf das Debüt muslimischer Fußballspieler. Foto: Abir Sultan

Die Fans von Beitar Jerusalem reagierten recht unterschiedlich auf das Debüt muslimischer Fußballspieler. Foto: Abir Sultan

dpa

Die Fans von Beitar Jerusalem reagierten recht unterschiedlich auf das Debüt muslimischer Fußballspieler. Foto: Abir Sultan

Jerusalem (dpa) - Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen ist ein muslimischer Fußballspieler aus Tschetschenien zu seinem ersten Spiel in Israel angetreten.

Der 19-jährige Gabriel Kadijew von Beitar Jerusalem wurde in der 80. Minute in der Partie gegen den arabischen Club Bnei Sachnin (2:2) eingewechselt. Die meisten Zuschauer hätten applaudiert, berichtete die Nachrichtenseite ynet. Einige Fans reagierten jedoch mit Buhrufen. Aus Furcht vor Ausschreitungen waren bei dem Spiel in Jerusalem hunderte Polizisten im Einsatz.

Beitar war zuletzt wegen rassistischer Fans in die Schlagzeilen geraten. Am Freitag waren Räume des Erstligisten in Jerusalem durch Brandstiftung schwer beschädigt worden. Die Clubleitung bezichtigte radikale Fans der Tat, die über die Verpflichtung der beiden muslimischen Spieler empört seien. Neben Kadijew soll auch Saur Sadajew für den Club spielen, der 23-Jährige war am Sonntag aber noch verletzt. Eine kleine Gruppe von Beitar-Fans protestierte gegen die Neuzugänge seit Wochen. Am Donnerstag hatte ein Staatsanwaltschaft gegen vier von ihnen Anklage wegen Rassismus erhoben.

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