Paris (dpa) - Das Pokalmärchen des SO Chambery im französischen Fußball ist zu Ende. Die Amateurkicker verloren in Grenoble gegen Zweitligist SCO Angers mit 0:3 und verpassten damit den Einzug ins Halbfinale.

Der «kleine Däumling», wie Medien Chambery getauft hatten, wäre bei einem Sieg der erste Fünftligist in der Vorschlussrunde des seit 1917 ausgetragenen Coupe de France gewesen. Bis auf die Fans von Angers war ganz Fußball-Frankreich traurig: «So ein Pech», klagte das Fachmagazin «France Football».

Vor 15 000 im ausverkauften Stade des Alpes in Grenoble (der SO durfte wegen des Pokalreglements nicht mehr im zu kleinen heimischen Stadion antreten) hatte Chambery kaum Chancen. Geschichte schrieben die Kücheninstallateure, Bäcker und Arbeitslosen aus der 125 000-Einwohnerstadt am Fuße der Savoyer Alpen dennoch. Als erster Club der CFA2-Liga hatten sie im Pokal mit AS Monaco, Stade Brest und FC Sochaux drei Erstligavereine nacheinander ausgeschaltet. «Wir haben einen wahren Traum erlebt», sagte Stürmer Aissa Yahia-Bey.

Neben Angers schafften auch die Erstligisten Paris Saint-Germain und OSC Lille den Sprung ins Halbfinale. Die Titelverteidiger aus Paris, die nach Olympique Marseille (10) mit acht Titeln der erfolgreichste Pokalverein sind, schlugen Zweitligist Le Mans nach Verlängerung mit 2:0. Ligue-1-Tabellenführer Lille gelang der erste Halbfinaleinzug seit 1985 mit 5:3 im Elfmeterschießen gegen den FC Lorient. Zuvor hatte sich Erstligist OGC Nizza durch ein 3:2 bei Stade Reims qualifiziert.

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