Barcelonas Coach Josep Guardiola hat sich einen Hexenschuss zugezogen.
Barcelonas Coach Josep Guardiola hat sich einen Hexenschuss zugezogen.

Barcelonas Coach Josep Guardiola hat sich einen Hexenschuss zugezogen.

dpa

Barcelonas Coach Josep Guardiola hat sich einen Hexenschuss zugezogen.

Madrid (dpa) - Der FC Barcelona eilt seinem dritten Ligatitel in Serie entgegen. Mit einem 1:0 (0:0) beim FC Valencia baute der spanische Fußballmeister seinen Vorsprung auf den Erzrivalen Real Madrid auf zehn Punkte aus und setzte das Team von Mesut Özil und Sami Khedira damit mächtig unter Druck.

Nur Stunden nach dem Erfolg ereilte die Katalanen jedoch eine Hiobsbotschaft: Wegen eines Bandscheibenvorfalls fällt Trainer Josep Guardiola für unbestimmte Zeit aus. Der 40-Jährige wurde mit akuten Rückenschmerzen in eine Klinik in Barcelona gebracht.

Zwar hat Real Madrid noch nicht gespielt, für manchen Kommentator ist die Liga aber bereits gelaufen: «Das Tor ist eine Meisterschaft wert!», schrieb etwa das katalanische Fachblatt «Sport» nach dem Sieg in Valencia und feierte überschwänglich den 27. Saisontreffer von Weltfußballer Lionel Messi für den FC Barcelona.

«Campeones, campeones!», sangen die mitgereisten Barça-Fans in Valencias Mestalla-Stadion, und selbst der sonst so zurückhaltende Xavi meinte: «Das sind die Punkte, die uns den Meistertitel bringen können.» Co-Trainer Tito Vilanova warnte aber sofort: «Noch stehen uns viele Spiele bevor.»

In Valencia taten sich die Katalanen sehr schwer. Selbst Messi vergab sieben klare Torchancen, ehe er in der 77. Minute nach Vorarbeit von Adriano traf und somit seinem Club den 20. Auswärtssieg der Saison sicherte. Der Titelverteidiger stellte mit dem Erfolg zudem einen neuen Rekord auf: 23 Siege in 26 Spielen hatte bislang noch kein Club der Primera División geschafft.

Für Barça-Coach Guardiola bedeutet das Ergebnis in der ostspanischen Hafenstadt einen besonderen Triumph. Der FC Valencia war der einzige Erstliga-Club, den er in seinen drei Jahren als Trainer des FC Barcelona noch nicht auswärts hatte schlagen können. Allerdings wurde die Rückreise wegen seiner Rückenschmerzen zur Tortur und führte ihn direkt in die Klinik. Vor zwei Wochen war dem 40-Jährigen zunächst Hexenschuss diagnostiziert worden.

«Hätte doch bloß Messi den Hexenschuss!», hatte Valencias Trainer Unai Emery deshalb vor der Partie gewitzelt. Seine Mannschaft verpasste es, sich mit einem Punktgewinn gegen Barcelona vor einer wegweisenden Woche etwas Selbstvertrauen zu holen: Die Hafenstädter treffen am kommenden Mittwoch im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League auf Bundesligist Schalke 04. Nach dem 1:1 im Hinspiel vor eigener Kulisse droht ihnen im internationalen Geschäft der K.o.

Der FC Villarreal festigte derweil durch einen 1:0-Heimsieg gegen Hércules Alicante den vierten Rang in der spanischen Liga, der auch zur Qualifikation für die Königsklasse in der kommenden Saison berechtigt. Villarreal hat sich damit ebenfalls schon ein Zehn-Punkte-Polster auf den Fünften Espanyol Barcelona erarbeitet.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer