Pepe köpfte den Siegtreffer für die Königlichen. Foto: Alberto Estevez
Pepe köpfte den Siegtreffer für die Königlichen. Foto: Alberto Estevez

Pepe köpfte den Siegtreffer für die Königlichen. Foto: Alberto Estevez

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Pepe köpfte den Siegtreffer für die Königlichen. Foto: Alberto Estevez

Madrid (dpa) - Am Ende waren mit der Nullnummer alle zufrieden, nur die Zuschauer nicht. Der FC Barcelona sicherte sich mit dem 0:0 bei Atlético Madrid am letzten Spieltag der Hinrunde die «Wintermeisterschaft» in der spanischen Fußball-Liga.

Atlético bleibt dem Meister dicht auf den Fersen, feiert die beste Hinrunde seiner Vereinsgeschichte und rangiert nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz auf dem zweiten Platz.

Und erst recht Barcas Erzfeind und Atléticos Stadtrivale Real Madrid durfte sich freuen: Denn die Königlichen nutzten die Gunst der Stunde und feierten am Sonntag einen 1:0-Sieg bei Espanyol Barcelona. Den entscheidenden Treffer erzielte in der 55. Minute Manndecker Pepe. In der Tabelle verkürzte Real den Rückstand auf das Führungsduo auf nur noch drei Punkte.

Nur die TV-Zuschauer und die Fans im Calderón-Stadion kamen beim Spitzenspiel der Liga nicht auf ihre Kosten. Beide Teams kämpften zwar verbissen um jede Handbreit Boden, aber in der von der Taktik bestimmten Partie gab es kaum Torchancen und nur wenige packende Strafraumszenen. «Es stimmt, dass das Spiel an eine Schachpartie erinnerte», räumte Atlético-Trainer Diego Simeone ein. «Aber wenn man nicht aufpasst, schießt Barça fünf Tore.»

Sein argentinischer Landsmann Gerardo Martino hatte auf der Gegenseite den Mut besessen, den Weltfußballer Lionel Messi und den Jungstar Neymar auf die Ersatzbank zu setzen. «Neymar hatte zuletzt Magenbeschwerden, und das schwächt die Beine», begründete der Coach seine Entscheidung. «Und Leo hatte fast 60 Tage verletzt gefehlt und seither nicht einmal 30 Minuten lang gespielt.»

Der Barça-Trainer vertraute im Angriff auf die zuletzt erfolgreichen Stürmer Alexis Sánchez, Cesc Fàbregas und Pedro. Messi kam nach der Halbzeitpause für den verletzten Andrés Iniesta ins Spiel. Er belebte das Angriffsspiel der Katalanen, aber wirklich glänzen konnte er nicht. Der Brasilianer Neymar trat nach seiner Einwechselung in der 67. Minute nur wenig in Erscheinung.

Wenn ein Spieler in der kampfbetonten Partie herausragte, dann war es der Atlético-Spielmacher Arda Turan. Der Türke spielte mit einem Dribbling im Messi-Stil die beste Torchance für die Madrilenen heraus, führte im Mittelfeld Regie und half in der Abwehr aus.

Der FC Barcelona war am Ufer des Manzanares angetreten mit dem Vorsatz, das Spiel zu gewinnen und seine Position an der Spitze der Primera División zu festigen. Die Katalanen verfehlten das Ziel, traten aber dennoch zufrieden die Heimreise an. «Im Calderón-Stadion nicht zu verlieren, ist ein gutes Ergebnis», meinte Barças Abwehrchef Gerard Piqué. Bereits zu Saisonbeginn waren die zwei Begegnungen zwischen beiden Teams um den spanischen Supercup remis ausgegangen. Barça gewann den Titel aufgrund der auswärts erzielten Treffer.

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