Gedenken
Der Tod des Linienrichters erschütterte die Fußball-Welt. Foto: Koen van Weel

Der Tod des Linienrichters erschütterte die Fußball-Welt. Foto: Koen van Weel

dpa

Der Tod des Linienrichters erschütterte die Fußball-Welt. Foto: Koen van Weel

Amsterdam (dpa) - Nach der tödlichen Attacke auf einen Linienrichter im Dezember wird der Amsterdamer Amateurclub SV Nieuw Sloten an diesem Wochenende erstmals wieder Spiele bestreiten.

Alle Mannschaften müssten sich aber künftig an neun «goldene Regeln» halten, teilte der Verein mit. Andernfalls drohten Sanktionen, sagte der Club-Geschäftsführer Wim Snoek. «Bei einem groben Verstoß ist sofort Schluss.»

Spieler müssten sich respektvoll gegenüber der gegnerischen Mannschaft und den Unparteiischen verhalten, fordert der Verein auf seiner Website. «Wir schimpfen und mobben nicht.» Eltern werden ermahnt, ihre Kinder «positiv anzufeuern». «Wir respektieren die Entscheidungen der Schieds- und Linienrichter.» Spieler würden künftig bereits vor dem Spiel dem Gegner und dem Schiedsrichter die Hand geben.

Spieler des B-Juniorenteams des Vereins hatten im Dezember einen Linienrichter misshandelt. Dieser erlag später seinen Verletzungen. Die Attacke hatte das Land schwer erschüttert. Sechs Jugendliche und ein 50 Jahre alter Mann sitzen noch in Untersuchungshaft. Die Mannschaft war nach dem Vorfall aus der Liga gestrichen worden. Drei andere Teams wollen nicht mehr für den Verein spielen zu wollen.

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