FIFA-Boss
FIFA-Präsident Gianni Infantino (l) verspricht für die WM intensive Doping-Kontrollen. Foto: Marius Becker

FIFA-Präsident Gianni Infantino (l) verspricht für die WM intensive Doping-Kontrollen. Foto: Marius Becker

dpa

FIFA-Präsident Gianni Infantino (l) verspricht für die WM intensive Doping-Kontrollen. Foto: Marius Becker

Moskau (dpa) - Kurz vor der Gruppenauslosung hat FIFA-Präsident Gianni Infantino intensive Doping-Kontrollen bei der WM 2018 in Russland versprochen.

Zu den drohenden neuen Anschuldigungen gegen den Turnier-Gastgeber durch Kronzeuge Grigori Rodschenkow äußerte sich Infantino in seiner vom Fußball-Weltverband veröffentlichten Videoansprache aber nicht. «Wir erwarten Fairplay auf dem Spielfeld, und wenn wir von Fairplay sprechen, müssen wir auch über den Kampf gegen Diskriminierung und gegen Doping sprechen. Was Doping angeht, werden natürlich alle Spieler in allen Teams während des Wettbewerbs und auch außerhalb des Wettbewerbs getestet. Wir sind sicher, dass sich alle dieser Situation bewusst sind», sagte Infantino.

Am Sonntag hatte die englische Zeitung «Daily Mail» Rodschenkows Anwalt Jim Walden zitiert, der weitere belastende Aussagen seines Mandanten zu einem angeblichen staatlich organisiertem Doping auch im russischen Fußball in Aussicht gestellt hatte. Im Sommer hatte Infantino die russischen WM-Macher um Cheforganisator Witali Mutko gegen entsprechende Anschuldigungen verteidigt.

Auf Anfrage betonte ein FIFA-Pressesprecher am Montag, dass die FIFA seit Februar intensiv die Anschuldigungen gegen russische Fußballer in dem sogenannten McLaren-Report in Kooperation mit der Welt-Anti-Doping-Agentur untersuche. Als Konsequenz seien zwei Junioren-Spielerinnen von den russischen Behörden sanktioniert worden. Für alle anderen Athleten sei kein Doping-Verstoß nachweisbar, die Untersuchungen dauerten jedoch an. Walden hatte kritisiert, dass die FIFA noch keinen Kontakt zu ihm aufgenommen habe.

Infantino kündigte in seiner Videobotschaft vor der Los-Zeremonie am Freitag (16.00 Uhr/MEZ) in Moskau zudem an, dass es bei der WM erstmals zu Spielabbrüchen kommen könnte, wenn es rassistische Ausfälle von Fans gibt. Zufrieden äußerte sich der FIFA-Chef zum Test mit dem in der Bundesliga massiv umstrittenen Videobeweis. «Unsere bisherigen Erfahrung sind sehr positiv», sagte er. Über einen Einsatz bei der WM soll das Regelboard IFAB im März entscheiden.

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