Trainer Bernd Schröder fordert eine Leistungssteigerung der DFB-Frauen. Foto: Marius Becker
Trainer Bernd Schröder fordert eine Leistungssteigerung der DFB-Frauen. Foto: Marius Becker

Trainer Bernd Schröder fordert eine Leistungssteigerung der DFB-Frauen. Foto: Marius Becker

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Trainer Bernd Schröder fordert eine Leistungssteigerung der DFB-Frauen. Foto: Marius Becker

Potsdam (dpa) - Trainer-Routinier Bernd Schröder sieht das deutsche Frauen-Nationalteam auch nach dem EM-Halbfinalsieg gegen Schweden vor einer schwierigen Situation - vor allem mental.

«Das Schlimmste wäre jetzt zu denken, es sei wieder alles gut», sagte der Chefcoach des sechsmaligen deutschen Meisters und zweimaligen Europacupsiegers Turbine Potsdam der Nachrichtenagentur dpa.

«Es wird im Finale nicht einfacher, vielleicht sogar schwerer», betonte Schröder, der die Entwicklung im deutschen Frauen-Fußball nach der WM-Enttäuschung 2011 im eigenen Land kritisch begleitet. Damals war das favorisierte DFB-Team schon im Viertelfinale am späteren Weltmeister Japan gescheitert. Es gehe auch um Strategien im Nachwuchs, um Strukturen im Verband, bemerkte der 71-Jährige am Donnerstag.

Schröder bescheinigte den deutschen Frauen beim 1:0-Sieg gegen Gastgeber Schweden eine klare Steigerung im Vergleich zur holprigen Vorrunde: «Sie haben gut gespielt, auch wenn sie dazu Glück hatten. Die Schwedinnen haben sich wohl selbst höher eingestuft.» Vor dem Endspiel am Sonntag gegen Norwegen oder Dänemark stehe die DFB-Elf jetzt vor allem psychisch vor einer schwierigen Situation: «Natürlich hast du ein Hoch, wenn du die Gastgeberinnen rausschmeißt. Das hat man ja auch bei der jüngsten WM gesehen, als die Japanerinnen den Titel holten. «Es ist aber nicht einfach, den Schwung zu konservieren», warnte Schröder.

«Die Mannschaft hat ein großes Potenzial», betonte Schröder: «Die Frage ist, wie man sich aufstellt.» Schon vor dem Finaleinzug hatte der Potsdamer Veränderungen, beispielsweise einen Mann im Trainerstab der DFB-Auswahl, angeregt. «Man muss nachdenken, habe ich gesagt. Ich will niemanden angreifen. Es geht um die Sache», meinte der Kritiker.

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