Auch Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff fiebern mit den DFB-Frauen. Foto: Boris Roessler
Auch Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff fiebern mit den DFB-Frauen. Foto: Boris Roessler

Auch Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff fiebern mit den DFB-Frauen. Foto: Boris Roessler

dpa

Auch Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff fiebern mit den DFB-Frauen. Foto: Boris Roessler

Berlin (dpa) - Gut gemacht, Deutschland! Der Finaleinzug der deutschen Fußball-Frauen bei der Europameisterschaft in Schweden hat große Freude ausgelöst und Hoffnungen auf einen erneuten EM-Triumph geweckt.

Für das Finale am Sonntag drücken auch Männer-Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff die Daumen. «Finale! Was ein Wahnsinn!», hieß es in einem Schreiben, das die DFB-Frauen erhielten. Und: «Holt den Titel!»

Der Brief war außer von Löw und Bierhoff auch von Co-Trainer Hansi Flick und Torwart-Coach Andreas Köpke unterschrieben und wurde von den DFB-Frauen auf Twitter veröffentlicht. In dem Kurznachrichtendienst bedankte sich die deutsche Auswahl auch für die Glückwünsche von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Philipp Lahm meldete sich in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes zu Wort: «Auf geht's Mädels, setzt euch wieder Europas Krone auf!», sagte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft.

Einen möglichen Final-Erfolg will sich der für den Sport zuständige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich nicht entgehen lassen und wird dafür nach Schweden reisen. Den 1:0-Halbfinalsieg gegen den Gastgeber hatte sich der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Wolfgang Niersbach, live im Stadion angeschaut und der deutschen Mannschaft anschließend ein «großes Kompliment» ausgesprochen. «Und ich traue der Mannschaft jetzt auch am Sonntag zu, dass sie noch mal mit der gleichen Leistung wirklich zum sechsten Mal hintereinander Europameister wird», erklärte er.

Auch Siegfried Dietrich, Manager des 1. FFC Frankfurt, glaubt an den Sieg der Deutschen: «Wer im Finale steht, will das natürlich gewinnen. Und ich denke, die Mannschaft wird das auch gewinnen.»

Mental werde das Endspiel für das deutsche Nationalteam allerdings schwierig, findet Trainer-Routinier Bernd Schröder. Es sei nicht einfach, «den Schwung zu konservieren», warnte der Chefcoach des sechsmaligen deutschen Meisters Turbine Potsdam, der die Entwicklung im deutschen Frauen-Fußball nach dem enttäuschen WM-Viertelfinal-Aus 2011 im eigenen Land kritisch begleitet. «Das Schlimmste wäre jetzt zu denken, es sei wieder alles gut», sagte er.

Nach der holprigen Vorrunde bescheinigte Schröder den deutschen Frauen eine klare Steigerung. «Sie haben gut gespielt, auch wenn sie dazu Glück hatten. Die Schwedinnen haben sich wohl selbst höher eingestuft.» Frankfurt-Manager Dietrich fand die Leistung im Halbfinale «beeindruckend». «Es kann einer Mannschaft nichts Besseres passieren, als sich innerhalb eines Turniers langsam zu steigern», sagte er. Es sei «für den gesamten Frauen-Fußball in Deutschland ein ganz, ganz wichtiger Sieg» gewesen.

Thomas Röttgermann, Geschäftsführer des Triple-Siegers VfL Wolfsburg, sieht das ähnlich und erwartet einen Schub für die kommende Bundesliga-Saison. «Erfolge der Nationalmannschaft wirken sich immer positiv für die Vereine aus. Die Neugier auf neue Spielerinnen wird dadurch anwachsen», erklärte der VfL-Manager.

Dass die DFB-Frauen bei den Zuschauern ankommen, bewies auch die TV-Quote. 8,22 Millionen Zuschauer verfolgten das umkämpfte Halbfinale. Die mediale Rückmeldung sei «bemerkenswert», befand Röttgermann. «Das zeigt, dass der Frauen-Fußball ein großes und eigenes Publikum hat», erklärte Dietrich.

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