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OK-Chefin Steffi Jones (r) und Katarina Witt werben für die Frauen-WM.

OK-Chefin Steffi Jones (r) und Katarina Witt werben für die Frauen-WM.

dpa

OK-Chefin Steffi Jones (r) und Katarina Witt werben für die Frauen-WM.

Frankfurt/Main (dpa) - Mit Maria Furtwängler, Katharina Witt und viel Frauenpower hat sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf die Weltmeisterschaft 2011 eingestimmt.

«Es wird ein großartiges Ereignis», prophezeite DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach beim Neujahrsempfang der WM-Organisatoren in Frankfurt/Main und räumte vor etwa 300 Gästen ein: «Der Frauen-Anteil ist bei Sitzungen in diesem Raum sonst nicht so hoch.»

163 Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel zwischen Titelverteidiger Deutschland und Kanada am 26. Juni in Berlin genoss DFB-Präsident Theo Zwanziger sichtlich die Anwesenheit der prominenten Frauen an seinem Tisch. Schauspielerin Furtwängler alias Tatort-Kommissarin Charlotte Lindholm gehört zum Team der «First Ladies», die für die Frauenfußball-WM werben, und scherzte gut gelaunt mit Zwanziger. «Ich bin stockeifersüchtig», bekannte Furtwängler und spielte damit auf die kleine Rolle des DFB-Chefs in einem ARD-Tatort mit Ulrike Folkerts (Lena Odenthal) an, wo es um Frauenfußball geht.

«Um mit meinen Kindern in Kontakt zu bleiben, musste ich mich irgendwann für Fußball interessieren», sagte Bayern-Fan Furtwängler, die sich für die WM auch deshalb engagiert, «weil es in sehr vielen Köpfen immer noch drin ist, dass Fußball eine Männersache ist.» Das WM-Motto «20Elf von seiner schönsten Seite» schien auch Witt zu gefallen. Die Vorkämpferin von Münchens Olympia-Bewerbung für 2018 wurde von OK-Präsidentin Steffi Jones flugs zur WM-Botschafterin ernannt und bekam ebenso wie Furtwängler ein WM-Trikot überreicht.

«Es wäre schön, wenn Steffi den Leuten, die im Sommer 2011 kommen, sagt, sie sollen im Winter 2018 gleich nochmal herkommen», sagte die frühere Eisprinzessin und scherzte in Richtung der Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth: «Vielleicht können wir einen gemeinsamen Plan verabschieden, dass wir die Grünen doch noch hinter uns bekommen.» Das, meinte OK-Sprecher Jens Grittner grinsend, «sollte in den nächsten Minuten geklärt werden können.»

Männer-Bundestrainer Joachim Löw schaute sich das Treiben der selbstbewussten Frauen in der DFB-Zentrale aus dem Hintergrund an. «Ich werde mir die Spiele im Sommer teilweise anschauen», sagte er. Einen regelmäßigen Austausch mit seiner Kollegin Silvia Neid gebe es im Übrigen nicht. «Es gibt mal Telefonate oder wir treffen uns hier im Haus.»

Da Neid kränkelt und deshalb fehlte, sprach ihre Assistentin Ulrike Ballweg für sie. «Wir haben kein Abo auf den WM-Titel», meinte sie und verriet schon mal, dass das Nationalteam vor dem angestrebten dritten Titel hintereinander in der Vorbereitung gegen die WM- Teilnehmer Norwegen, Schweden und Nordkorea testet. «Wir werden alle ein tolles WM-Fest feiern», versprach Jones. 56 148 Karten für das Eröffnungsspiel am 26. Juni in Berlin gegen Kanada sind schon verkauft.

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