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Die deutschen Nationalspielerinnen lauschen Bundestrainerin Silvia Neid (r).

Die deutschen Nationalspielerinnen lauschen Bundestrainerin Silvia Neid (r).

dpa

Die deutschen Nationalspielerinnen lauschen Bundestrainerin Silvia Neid (r).

Leverkusen (dpa) - Die Spannung steigt, die Vorfreude wächst: Wenige Tage vor der Auslosung der WM-Endrunde am 29. November in Frankfurt wollen die deutschen Fußballerinnen auf dem Platz noch einmal Werbung in eigener Sache betreiben.

«Wir möchten nicht nur das Länderspieljahr mit einem positiven Ergebnis abschließen, sondern auch mit diesem Rückenwind in die WM-Vorbereitung im kommenden Jahr gehen», sagte Bundestrainerin Silvia Neid vor dem letzten Länderspiel des Jahres am Donnerstag gegen Nigeria.

«Das ist kein Gaudispiel, da sich alle Spielerinnen noch einmal zeigen wollen», sagte Torhüterin Nadine Angerer zum bevorstehenden Kampf um die WM-Tickets, der dann mit der im April beginnenden direkten Vorbereitung auf die Heim-WM vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 in die entscheidende Phase geht. 26 Spielerinnen will Neid für die sechs geplanten WM-Lehrgänge nominieren, die 21 Besten werden schließlich für die «Gold»-Mission des Titelverteidigers ausgewählt.

Für Neid ist die Partie in der BayArena die letzte Gelegenheit, vor allem die jungen Akteurinnen im Nationaldress auf ihre WM-Tauglichkeit zu testen. Bis zum Ende der Bundesliga-Spielzeit im März können sich die Kandidatinnen noch mit starken Leistungen im Verein empfehlen. «Die Konkurrenz ist groß. Jede muss um ihren Platz im Team kämpfen», sagte Weltmeisterin Simone Laudehr.

Die Nigerianerinnen, die sich als Afrikameister die WM-Fahrkarte souverän sicherten, kommen Neid als echte Herausforderung gerade recht. Zuletzt zeigte sich die Trainerin von den beachtlichen Auftritten der Elf bei der U 20-WM in diesem Sommer beeindruckt. Nigeria unterlag erst im Finale der deutschen Mannschaft um Alexandra Popp mit 0:2. «Da haben sie mir imponiert, was die Athletik, Technik und Laufbereitschaft angeht», sagte Neid, «deswegen waren sie auch mein Wunschgegner. Sie werden uns garantiert fordern.»

Damit rechnet auch Rekordnationalspielerin Birgit Prinz, die wie Ariane Hingst ihre Absicht bekräftigte, nach der WM ihre großartige Karriere im DFB-Dress zu beenden. «Ich erwarte hohes Tempo und dass es robust zur Sache gehen wird», betonte die Welt- und Europameisterin, die mit ihrem Team noch etwas Zerstreuung als «Schauspielerin» fand.

Denn in der BayArena wurden Szenen mit den DFB-Frauen für einen «Tatort»-Krimi mit Kommissarin Lena Odenthal (gespielt von Ulrike Folkerts, die auch WM-Botschafterin ist) gedreht. Die Folge, in der auch DFB-Präsident Theo Zwanziger und WM-OK-Chefin Steffi Jones zu sehen sind, soll im kommenden Sommer vor dem WM-Start in der ARD ausgestrahlt werden.

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