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Von Olaf Kupfer.

Von Olaf Kupfer.

Von Olaf Kupfer.

„Und jetzt baun’ wa dat Janze mal wieder zurück.“ Es war Abend in Berlin. Schwarz-Rot-Gold hatte das Olympiastadion verlassen. Wir aßen noch eine Currywurst an der Arena. Berlin, Sie wissen schon. Der Mann vom Bau klang genervt. Ein Mal WM in Berlin, ein Mal Fifa in der Hauptstadt, 90 Minuten – und alles wieder vorbei. „Verrückt, wa?“

Man darf sich ja gar keine Gedanken darüber machen, was das alles kostet. Wenn die Fifa kommt, wird in einem Stadion alles abgebaut, was der Fifa kein Geld bringt. Und alles aufgebaut, was den Schweizer Geldspeicher füllt. In so einem Stadion ist nichts mehr wie es war. Die Stadt hingegen, „arm aber sexy“, wollte günstig davon kommen.

Eine Frauen-WM? Nett, aber Verzückung geht anders. Von städtischem Public Viewing war an der Spree nie die Rede. Am Montag dann war alles anders. Berlin war gefangen genommen, die Gazetten der Stadt forderten die Fanmeile: „SOFORT!“ „Schön, dass die WM jetzt auch hier ankommt“, sagte Doris Fitschen am Montag. „Nur blöd, dass wir jetzt weg sind.“

Ich folge und kehre in die Redaktion zurück. Größere Umbauarbeiten an meinem Arbeitsplatz, liebe Kollegen, sind nicht nötig.

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