Patrizia Pullano, WZ.
Patrizia Pullano, WZ.

Patrizia Pullano, WZ.

Bischof, Andreas (abi)

Patrizia Pullano, WZ.

Es gibt viele gute Gründe, warum die deutschen Frauen die Fußball-WM eigentlich hätten gewinnen müssen. Angefangen mit wissenschaftlichen Berechnungen. Professor Robert Blunder von der Hochschule für Ökonomie und Management in München hatte für seine Formel die Ergebnisse aller WM-Teilnehmer aus den letzten zwölf Jahren erfasst.

Diese wurden mit einem ausgeklügelten Punktesystem statistisch ausgewertet. Das Ergebnis: Deutschland gewinnt die Weltmeisterschaft, Zweiter wird Brasilien. Da hat Professor Blunder sich offensichtlich ziemlich verrechnet.

Ein weiterer Grund war die Weltmeisterschaft im eigenen Land: Deutschland sollte wieder ein Sommermärchen erleben. Doch mit einem Happy End hatten auch schon alle bei den Männern gerechnet, denen ist es aber auch nicht perfekt gelungen. Alles wie gehabt.

Nicht zuletzt haben sich alle aufgrund der herausragenden Bilanz unserer Frauen-Nationalmannschaft mit zwei Weltmeistertiteln und einer Vizeweltmeisterschaft schon ausgerechnet, dass sie dieses Turnier mit Links meistern. Haben sie aber nicht. Dabei wurde die Rechnung auch ohne Gegner gemacht, die zunehmend an Stärke gewonnen haben.

Vielleicht hat ja der niederländische Fernsehkollege recht, der nach der Deutschland-Niederlage ungewollt prophezeite: „Ja, und Japan hat das Turnier gewonnen.“ Das werden wir sehen. Spätestens am Sonntag. Vielleicht aber auch schon heute in Frankfurt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer