Moskau (dpa) - Der Fußball-Weltverband FIFA hat Medienberichten über einen drohenden WM-Ausschluss Australiens widersprochen. Man «beobachte die Entwicklung», heißt es in einem Statement am 30. November.

Hintergrund ist ein Konflikt zwischen dem australischen Fußball-Verband (FFA) und der FIFA um die fehlende Repräsentation von nationalen Clubs beim Kongress der FFA. Nach den Regularien des Weltverbandes kann dieser bei entsprechenden Konflikten die nationalen Verbandsgeschäfte übernehmen. Theoretisch ist auch ein Ausschluss aller australischen Mannschaften von allen FIFA-Wettbewerben möglich. Diese höchste Eskalationsstufe wurde bislang allerdings höchst selten erreicht.

Zunächst wird in der Regel ein sogenanntes Normalisations-Komitee gegründet. Ob dies im australischen Fall überhaupt notwendig sein wird, ist noch nicht entschieden. Zuständig dafür wäre das Büro des FIFA-Councils. Auch unter der Führung eines solchen Komitees könnte Australien an der WM im kommenden Jahr teilnehmen. Argentinien hatte die WM-Qualifikation fortsetzen können, obwohl der nationale Verband unter einer solchen FIFA-Aufsicht stand.

Australien hatte im Playoff gegen Honduras die WM-Endrunde erreicht. Die Socceroos sind bei der Auslosung in Moskau im vierten Lostopf eingruppiert und könnten Gruppengegner der deutschen Mannschaft werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer