Rafael Leonardo Callejas
Rafael Leonardo Callejas (r) bekannte sich im FIFA-Skandal schuldig. Foto: Andrew Gombert

Rafael Leonardo Callejas (r) bekannte sich im FIFA-Skandal schuldig. Foto: Andrew Gombert

dpa

Rafael Leonardo Callejas (r) bekannte sich im FIFA-Skandal schuldig. Foto: Andrew Gombert

New York (dpa) - Der frühere honduranische Präsident Rafael Leonardo Callejas hat sich im Verfahren um Korruption beim Weltfußballverband FIFA schuldig bekannt.

Er räumte vor einem Gericht in New York Betrug und Verschwörung ein. Diese Straftaten können jeweils mit bis zu 20 Jahren Haft geahndet werden. Das Strafmaß wird am 5. August festgelegt.

Für Fernsehrechte der Qualifikationsspiele der honduranischen Nationalmannschaft im Vorfeld der Weltmeisterschaften 2014, 2018 und 2022 habe er Hundertausende US-Dollar an Schmiergeld erhalten, teilte das US-Justizministerium mit.

Die US-Firma Media World habe das Geld von US-Konten über Verbindungsleute an Callejas und einen Komplizen überwiesen. Der 72-Jährige stimmte am Montag zu, 650 000 Dollar zurückzuzahlen. «Ich weiß, dass es falsch war, diese geheimen Zahlungen zu fordern und zu akzeptieren», sagte er laut einem Bericht der Zeitung «La Prensa» bei der Verhandlung in New York.

Nach Angaben seiner Anwälte leitete Callejas große Teile des Bestechungsgeldes an Delegierte des honduranischen Fußballverbandes (Fenafuth) weiter, um seine Wiederwahl als Verbandspräsident abzusichern.

Callejas war von 1990 bis 1994 Präsident des mittelamerikanischen Landes und stand bis Mitte vergangenen Jahres an der Spitze des honduranischen Fußballverbandes. Zudem war er Mitglied des Marketingkomitees der FIFA.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer