Berichterstatterin
Anne Brasseur teilte die Entschließung des Europarats zum Wettbetrug mit. Foto: Mathieu Cugnot

Anne Brasseur teilte die Entschließung des Europarats zum Wettbetrug mit. Foto: Mathieu Cugnot

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Anne Brasseur teilte die Entschließung des Europarats zum Wettbetrug mit. Foto: Mathieu Cugnot

Straßburg (dpa) - Der Europarat hat angesichts von Milliardengeschäften der internationalen Fußball-Wettmafia schärfere Gesetze und strengere staatliche Kontrollen gefordert.

Betrug im Sport sollte in Zukunft als Straftat deklariert werden, hieß es in einer Entschließung, die die Volksvertreter aus den 47 Europaratsländern fast einstimmig annahmen. Weltweit sei Wettbetrug nur in zehn Ländern strafbar, sagte die liberale Berichterstatterin der Versammlung, Anne Brasseur aus Luxemburg. Fußballer, Tennisprofis und Teamsportler sollten mit Aufklärungskampagnen davon abgehalten werden, für Geld absichtlich schlecht zu spielen. «Spieler werden dafür bezahlt, zu verlieren, und Kriminelle verdienen damit enorme Summen», sagte Brasseur.

Regierungen sollten mit internationalen Sportveranstaltern und Buchmachern zusammenarbeiten, um verdächtige Wetten auszumachen und um gegen Bestechungszahlungen vorzugehen. Besonders im Auge behalten sollte man Jugend- und Amateur-Wettbewerbe und beim Fußball auch Clubs in der unteren Liga. Zwar sei der Fußball besonders betroffen, doch auch in anderen Sportarten gäbe es Wettbetrug, so im Tennis oder im Basketball. «Der Sport darf nicht zur rechtlosen Zone werden», sagte Brasseur.

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