Genial
Jan Schlaudraff hebt den Ball über Vladan Kujovic zum 2:1 ins Tor. Foto: Peter Steffen

Jan Schlaudraff hebt den Ball über Vladan Kujovic zum 2:1 ins Tor. Foto: Peter Steffen

dpa

Jan Schlaudraff hebt den Ball über Vladan Kujovic zum 2:1 ins Tor. Foto: Peter Steffen

Hannover (dpa) - Man fühlte sich an das EM-Finale 1976 erinnert. Der Elfmeter-Lupfer des Tschechen Antonin Panenka gegen den deutschen Nationaltorwart Sepp Maier ist legendär. Ähnlich frech und cool erzielte Jan Schlaudraff das 2:1-Siegtor für Hannover 96 im Europa-League-Spiel gegen den FC Brügge.

«Ich bin davon ausgegangen, dass sich der Torwart für eine Ecke entscheidet. Deswegen habe ich den Ball gelupft», erläuterte Schlaudraff seinen Geniestreich. «Ich bin froh, dass alles gut gegangen ist», fügte er schnell hinzu. Hinterher hatten alle gut lachen. Auch 96-Trainer Mirko Slomka: «Ich wusste nicht, dass er ihn so schießt. Er hat mir nach dem Spiel aber klar gemacht, dass es die sicherste Variante war.»

Nur Brügges Trainer Christoph Daum war nicht wirklich amüsiert. «Wenn der Elfmeter drin ist, ist er genial. Wenn nicht, möchte ich Mirko gerne mal hinterher in der Kabine hören», sagte Daum. «Ich bin gespannt, ob ihn immer so rein macht.»

Schlaudraffs Mitspieler waren über den Auftritt nicht ganz so überrascht. «Jan ist immer wieder für diese Kunststücke gut», sagte Emanuel Pogatetz. Und Nationaltorwart Ron-Robert Zieler verkündete selbstbewusst: «Das schafft er bei mir nicht.»

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