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Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel will seine Spieler zum Sieg in Rumänien führen.

Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel will seine Spieler zum Sieg in Rumänien führen.

dpa

Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel will seine Spieler zum Sieg in Rumänien führen.

Mainz (dpa) - Kritiker erwarten den Absturz der «Höhenflieger» des FSV Mainz 05 in der Europa League und der Bundesliga - die Rheinhessen aber ruhen in sich und glauben fest ans neu zusammengestellte Team.

In ihrem Optimismus sind Trainer und Spieler des FSV Mainz 05 internationale Spitze, auf dem Platz muss der Fußball-Bundesligist den Nachweis erst noch erbringen. «Wir sind davon überzeugt, dass wir in Rumänien gewinnen. Wir schaffen das», sagte Coach Thomas Tuchel vor dem Rückspiel in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League am Donnerstag gegen Gaz Metan Medias.

Skeptiker prophezeien dem Überraschungsteam der vergangenen Saison den Absturz. Der Verlust der Leistungsträger André Schürrle (Leverkusen), Lewis Holtby und Christian Fuchs (beide Schalke 04) sei nicht zu kompensieren. Perfektionist Tuchel denkt das Gegenteil, glaubt an seine zehn Neuzugänge und findet sogar in schlechten Spielen wie dem erzitterten 2:1 im DFB-Pokal beim Fünftligisten SVN Zweibrücken noch Positives.

Die Partie habe zum Teambuilding beigetragen, weil «wir das als Mannschaft durchgestanden haben», betonte Tuchel. Auch aus dem Hinspiel habe man in Laufleistung und Kombinationsspiel die richtigen Ansätze gezeigt. «Wir sind auf dem Weg, unser Niveau zu erreichen. Wir werden unser Potenzial abrufen», versicherte der 37-jährige Trainer.

Nur «auf dem Weg» zu sein, wird im kleinen Stadion von Medias nicht reichen. Vor allem Tore sind gefragt, denn ohne zumindest einen Treffer endet das internationale Abenteuer abrupt. «Wir brauchen Kaltschnäuzigkeit. Wir müssen uns mit Toren belohnen, damit wir uns eher den Mund abputzen können. Nach dem 1:1 wurde doch alles schlecht geredet», meinte Hinspiel-Torschütze Niko Bungert.

«Die waren bei uns nicht zimperlich. Da wird uns einiges erwarten», sagte Manager Christian Heidel und rechnet mit einem Kampfspiel gegen erneut robust einsteigende Rumänen. Taktisch erwartet Mainz einen abwartenden und auf Konter setzenden Gastgeber. «Sie werden uns spielen lassen», vermutet Co-Trainer Arno Michels, aber auch bei Medias läuft nicht alles rund. In der Liga ging das erste Heimspiel gegen Dinamo Bukarest mit 0:5 verloren.

Kleinere Blessuren sollten die erfahrenen Abwehrspieler Bo Svensson (Knöchel) und Zdenek Pospech (Rippen) nicht am Starteinsatz hindern. «Es wird personell wieder einige Veränderungen geben», sagte Michels. Sicher ist nur, dass Christian Wetklo vereinbarungsgemäß statt Heinz Müller im 05-Tor steht. «Wir brauchen frische, ausgeruhte Spieler und setzen auf unsere Auswärtsstärke», erklärte Michels.

«Wir wollen sehr, sehr gerne die Play-off-Runde erreichen, weil wir dann einen namhaften Gegner erwarten. Wir wollen uns ungern verabschieden, sonst wäre das Abenteuer Europa League doch ein bisschen kurz gewesen», sagte Heidel. Finanzielle Aspekte schiebt der FSV-Manager beiseite. «Das hat nur sportliche Gründe, ans Geld denkt keiner.»

Heidel baut aber schon einmal vor, sollte es sportlich gegen das im europäischen Fußball unbeschriebene Blatt Medias nicht reichen. «Der Verein wird überleben, auch wenn wir nicht weiterkommen», sagte der FSV-Macher. Rückenwind für den Bundesligastart gegen Leverkusen am 7. August wäre ihm aber lieber.

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