Kälte-Spiel in der Ukraine erbost Leverkusens Trainer.

Leverkusen. Eine Woche vor dem Auswärtsspiel von Bayern Leverkusen in der Europa League beim ukrainischen Vertreter Metalist Charkiw (17. Februar/21.05 Uhr) hat Jupp Heynckes Konseqenzen von der Uefa gefordert. „Es muss möglich sein, ein Spiel bei den in der Ukraine herrschenden Temperaturen auf den Nachmittag vorzuverlegen. Das sage ich aus Sorge um meine Spieler.“

In Charkiw, einer der ukrainischen Austragungsorte der Fußball-Europameisterschaft 2012, herrschen momentan Temperaturen von minus 24,2 Grad Celsius. Zuletzt hatte Bayer auch in Trondheim in arktischer Kälte gespielt. „Da ist die Uefa gefordert“, sagte Heynckes gestern.

„Fußball bei minus 24 Grad kann nicht im Sinne des Zuschauers sein“

Ob ein Spiel der Europa League wegen der Minustemperaturen abgesagt wird, kann immer erst vor Ort entschieden werden. „Wenn am Tag vor dem Spiel 24 Grad minus herrschen und die Wetterprognosen eindeutig sind, kann man schlussfolgern, dass sich wenig ändern wird. Aber wir müssen trotzdem auf jeden Fall erst einmal hinfliegen, eine andere Möglichkeit gibt es nicht“, kritisierte auch Bayer-Kommunikationschef Meinolf Sprink. „Eigentlich sollte man erwarten, dass auch bei der Uefa bei solchen Temperaturverhältnissen das Nachdenken anfängt.“

Spitzensport bei Temperaturen unter 20 Grad minus gilt medizinisch als Risiko. Jupp Heynckes: „Fußball bei minus 24 Grad kann auch nicht im Sinne der Zuschauer sein.“ cfi

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