Fankurve
Ein große Gruppe Fans hat Hannover 96 nach Spanien begleitet. Foto: Peter Steffen

Ein große Gruppe Fans hat Hannover 96 nach Spanien begleitet. Foto: Peter Steffen

Ron-Robert Zieler (r) das Tor durch Atleticos Radamel Falcao nicht verhindern. Foto: Alberto Martin

Konstantin Rausch (r) hat sich im Spiel gegen Atlético Madrid verletzt. Foto: Alberto Martin

In einem anderen Duell muss sich Rausch wiederum Juanfran (r) geschlagen geben. Foto: Peter Steffen

Mame Diouf bewahrt mit seinem Tor die Hoffnung für Hannover 96. Foto: Kiko Huesca

epa03164630 Atletico Madrid's midfielder Koke (R) duels for the ball with Hannover 96's midfielder Lars Stindl (L) during their UEFA Europa League first leg match played at Vicente Calderon stadium in Madrid, Spain on 29 March 2012. EPA/ALBERTO MARTIN +++(c) dpa - Bildfunk+++

Atletico Madrid hat das Hinspiel gegen Hannover 96 für sich entschieden. Foto: Peter Steffen

dpa, Bild 1 von 7

Ein große Gruppe Fans hat Hannover 96 nach Spanien begleitet. Foto: Peter Steffen

Madrid (dpa) - Mit seinem wichtigen Auswärtstor hat der neue Stürmerstar Mame Diouf Hannover 96 die Chancen auf das Halbfinale in der Europa League erhalten. Der Bundesligaverein musste sich erst nach hartem Kampf und einem späten Tor Atlético Madrid doch noch mit 1:2 (1:1) geschlagen geben.

Dennoch geht die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka durchaus aussichtsreich in das Viertelfinal-Rückspiel in einer Woche vor heimischem Publikum. Ein 1:0-Sieg würde zum Einzug in die Runde der besten vier reichen. Falcao hatte den Europa-League-Sieger von 2010 mit dem 400. Europapokal-Tor für Atlético in Führung geschossen (9. Minute). Mit dem ersten Angriff der anfangs zu ängstlich agierenden Niedersachsen gelang dem senegalesischen Top-Stürmer Diouf der wichtige Ausgleich (38.). Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit war 96 dicht vor dem Teilerfolg, doch der eingewechselte Eduardo Salvio (89.) sorgte für einen Dämpfer bei den tapfer kämpfenden Gästen.

«Es ist ärgerlich, wenn man so spät die Niederlage kassiert. Aber wir haben uns alle Chancen offengehalten. Das Auswärtstor war sehr positiv, aber es wird auch zu Hause nicht leicht», sagte Slomka. «Natürlich sind wir enttäuscht. Es sah lange nach einem 1:1 aus, aber wir sind sehr heimstark, es ist noch lange nicht vorbei», sagte Hannovers Torwart Ron-Robert Zieler und betonte: «Wir werden im Rückspiel alles versuchen.» Auch Vorlagengeber Lars Stindl zeigte sich trotz aller Enttäuschung optimistisch. «Wir haben einen großen Kampf geliefert. Wir wollen unbedingt eine Runde weiterkommen und nächste Woche gewinnen», sagte der Mittelfeldspieler.

Die Hoffnungen der Hannoveraner, vom Favoriten Atlético unterschätzt zu werden, erfüllten sich nicht. Der Europa-League-Sieger von 2010 nahm den in Spanien gänzlich unbekannten Gast aus Niedersachsen vom Anpfiff an ernst. Zielstrebig und engagiert setzte der Tabellenachte der spanischen Liga auf Offensive. Schon in der neunten Minute wurde Atlético nach einem Freistoß durch den Falcao-Kopfball belohnt.

Adrian (24.) und Falcao (27.) hatten weitere gute Möglichkeiten. Hannover leistete sich zu viele Fehlpässe, im Spiel nach vorne gelang den ungewohnt ängstlich agierenden Niedersachsen (fast) nichts. Trainer Mirko Slomka war ob der Darbietung seiner Profis derart bedient, dass er schon nach 34 Minuten seine Auswechselspieler zum Aufwärmen schickte. Der Ausgleich fiel dann völlig überraschend nach dem ersten Torschuss der Gäste. Ein feines Zuspiel von Lars Stindl verwertete Diouf aus kurzer Distanz zum siebten Tor im elften Pflichtspiel seit seinem Wechsel von Manchester United zu 96.

In der zweiten Halbzeit wurde Hannover mutiger, Didier Ya Konan verstärkte nun die Offensive. Die Spanier dagegen wurden mit zunehmender Spieldauer nervöser und deutlich weniger torgefährlich. Nach einer guten Stunde hatte Diouf sogar die Führung für 96 auf dem rechten Fuß. Nach einem Zuspiel von Ya Konan scheiterte der senegelasische Stürmer am glänzend reagierenden Atlético-Schlussmann Thibaut Courtois. Der 19 Jahre alte Belgier im Tor des neunmaligen spanischen Meisters lenkte den Schuss gerade noch um den Pfosten.

Kurz zuvor hatte Atlético-Coach Diego Simeone die Rufe der Fans erhört und den ehemaligen Bundesliga-Profi Diego eingewechselt. Der frühere Bremer und Wolfsburger konnte aber keine entscheidenden Akzente mehr setzen. Dies gelang dafür Salvio mit einem abgefälschten und unhaltbaren Schuss ins obere Toreck.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer