Der 96er Mohammed Abdellaoue (l) mit Konstantin Rausch über seinen Treffer zum 1:0.
Der 96er Mohammed Abdellaoue (l) mit Konstantin Rausch über seinen Treffer zum 1:0.

Der 96er Mohammed Abdellaoue (l) mit Konstantin Rausch über seinen Treffer zum 1:0.

dpa

Der 96er Mohammed Abdellaoue (l) mit Konstantin Rausch über seinen Treffer zum 1:0.

Nürnberg (dpa) - Eiskalt, effektiv - und ungemein erfolgreich: Mit einem breiten Grinsen quittierte Mirko Slomka den Mutmacher für die Mammutaufgabe FC Sevilla.

«Wir werden alles tun, um weiter zu kommen. Wir haben gar nichts zu verlieren. Ich glaube an unsere Mannschaft, die schon unter Beweis gestellt hat, dass sie Großes leisten kann», sagte der sichtlich zufriedene Trainer des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 nach dem 2:1 (2:0) beim 1. FC Nürnberg. In beeindruckender Abgeklärtheit hatten die Niedersachsen nicht nur ihren optimalen Saisonstart perfekt gemacht, sondern sich mächtig Selbstvertrauen für den «Hammer-Gegner» aus Südspanien geholt.

Zwar geht Hannover nur als krasser Außenseiter in das Duell um den Einzug in die lukrative Gruppenphase der Europa League. Doch fünf Tage vor dem Hinspiel wuchs bei den Gästen angesichts des effizienten Auftritts in Nürnberg die Gewissheit, dass der Höhenflug der vergangenen Saison alles andere als eine Eintagsfliege war. «Das ist wichtig, dass wir wieder gut gestartet sind», betonte Konstantin Rausch, der nach dem Führungstreffer (16.) von Mohammed Abdellaoue per verwandeltem Foulelfmeter (27.) früh die Weichen auf Sieg gestellt hatte. «Für Sevilla haben wir jetzt drei Siege im Rücken.»

Und nicht nur das. Wie die Gäste erst wie aus dem Nichts zur Führung kamen und wenig später gleich mit der zweiten Chance zum Strafstoß und zur Vorentscheidung kamen, beeindruckte. «Wir haben unsere Chancen eiskalt genutzt», staunte selbst 96-Abwehrspieler Christian Schulz ein wenig. Und Slomka kam angesichts der starken ersten Hälfte aus dem Schwärmen nicht mehr heraus: «Außergewöhnlich gut», «außerordentlich effektiv» sei das gewesen, lobte der Coach.

Dass beim Sturmlauf der Franken nach dem Wechsel nicht mehr als das Anschlusstor von «Club»-Neuzugang Tomas Pekhart (56.) herauskam, war etwas Glück, einiges Geschick - und viel Können von 96-Keeper Ron-Robert Zieler. «Er hat eine Top-Leistung gezeigt», lobte Slomka seinen jungen Ruhepol. Allein das zu defensive Verhalten seiner Mannschaft in Durchgang zwei war für den Hannoveraner Coach ein kleiner Kritikpunkt an einem ansonsten perfekten Nachmittag. «Das haben wir nicht so gut gemacht. Das können wir besser.»

Die Nürnberger «Greenhorns» müssen sich künftig in vielen Punkten steigern. Zwar begannen die Franken druckvoll, doch mit den frühen Gegentoren war bei den Hausherren jegliche Sicherheit dahin. «Meine Mannschaft muss merken, dass man effektiver werden muss. Da hat sie ein Lehrbeispiel erhalten», klagte «Club»-Coach Dieter Hecking nach der verpatzten Heimpremiere mit Blick auf die eiskalten Gäste.

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