Der englische Angreifer hat sich Haare transplantieren lassen – für 36 000 Euro.

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Wayne Rooney vor der Haartransplantation...

Wayne Rooney vor der Haartransplantation...

...und danach.

dpa, Bild 1 von 2

Wayne Rooney vor der Haartransplantation...

Düsseldorf. Kurz nach seinem entscheidenden Kopfballtreffer gegen die Ukraine hob Wayne Rooney seinen Arm über den Kopf und deutete mit zuckendem Finger auf sein Haupt. Seht her, mit diesem Kopf ist alles möglich, schien er sagen zu wollen.

Es war in seiner erfolgreichen Karriere wahrlich nicht sein erster Treffer mit diesem Körperteil. Aber dieses Mal sah Rooney schlicht ganz anders dabei aus. Nicht, weil er etwa eine besondere Akrobatik angewendet hatte.

Der Ball klatschte nur nicht mehr wie in der Vergangenheit freudlos und ungedämpft auf eine nahezu blanken Kopf mit wenig Resthaar. Vielmehr konnte sich die Kugel kurzfristig in ein weiches Bett aus Keratin-Hornfäden betten, von wo aus er zielsicher die Torlinie überschritt.

Weichere Züge statt pittbull-ähnlichem Aussehen

Wayne Rooney ist seit ein paar Wochen einfach nicht mehr der Alte. Er ist nicht mehr der pitbull-ähnliche Angreifer, der aufgrund seines Äußeren nicht nur den gegnerischen Verteidigern Angst einflößt. Er hat jetzt fast weiche Züge bekommen. Auf seinem Kopf sprießen wieder Haare.

Diesen Umstand hat sich der 26-Jährige rund 36 000 Euro kosten lassen. „Ich habe mit 25 eine Glatze bekommen. Warum hätte ich es nicht tun sollen? Ich bin über das Ergebnis hocherfreut“, teilte Rooney nach der Operation mit. Warum eigentlich nicht?, fragt man sich. Geld genug hat er und wer will schon so früh auf sein jugendliches Antlitz verzichten.

Geboren am 24. Oktober 1985

 

Erster Vertrag: Rooney unterschrieb 1995 einen Jugendspielervertrag beim FC Everton. Im April 2002 wurde er zu den Profis berufen, sein Premier-League-Debüt folgte im August gegen Tottenham.

Nachdem Rooney im letzten Spiel der Qualifikation zur EM vom Platz gestellt wurde, sperrte ihn die Uefa für die komplette Gruppenphase des Turniers. Nach einem Einspruch wurde die Sperre auf die ersten beiden Spiele gegen Frankreich und Schweden reduziert.

Die Haare waren von Rooneys weiteren Körperteilen, etwa dem Nacken und nicht näher beschriebenen Bereichen des muskulösen Rumpfes entfernt und in die Kopfhaut eingesetzt worden.

Allerdings sorgte der neue Kopfschmuck in England bereits für einige haarige Kommentare. Vor allem die mangelnde Dichte des Haupthaars bescherte Rooney harschen Spott in der englischen Medienlandschaft.

Die Daily Mail merkte bissig an: “Jeder, der hofft, dass Wayne Rooney in der kommenden Saison mit einer Dauerwelle wie Kevin Keegan das Feld betritt, muss sich auf eine Enttäuschung gefasst machen.“ Und „The Sun“ frotzelte: „Ich hoffe, er hat die Rechnung aufgehoben.“

Coleen Rooney distanziert sich von der Transplantation

Doch Rooney, Sohn eines Preisboxers, hat Stehvermögen. Während sich seine Frau Coleen beeilte zu versichern, sie sei für die Entscheidung ihres Gatten nicht verantwortlich, scherzte Rooney nach dem Ukraine-Spiel: „Ich habe ein bisschen Gel von Andy benutzt. Hoffentlich habe ich einmal so lange Haare wie er.“

Gemeint hatte Rooney seinen Kollegen und Zopfträger Andy Carroll.

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